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Nach
einem Snack im Einkaufszentrum (gefühlt jede Metro-Station in Prag
verfügt über eine mächtige Einkaufspassage) wartete am
Nachmittag noch ein ganz besonderer Leckerbissen auf mich. Das
legendäre Velký strahovský stadion! Bei meinem
Besuch im Jahr 2005 hatte ich dieses
gigantische Bauwerk einmal ohne Spiel besucht und ich hab mir
geschworen es bei meinem nächsten Besuch in Prag unbedingt mit
Spiel zu besuchen! Das 63.000 m² große Stadion wurde 1926
erbaut (1932 wurden die Holztribünen durch Zementtribünen
ersetzt, weitere Ausbauarbeiten gab es 1948 und 1975) und war mit einem
Fassungsvermögen von 220.000 Plätzen
(!!!) das größte Stadion der Welt! Es wurden Turnfeste mit
10.000 Turnern abgehalten, später fanden hier Konzerte statt (U2,
die Rolling Stones oder Pink Floyd spielten hier vor über 150.000
Zuschauern). Mittlerweile dient es als Trainingszentrum von Sparta Prag
und es verfügt im Innenraum des Stadions über sechs
Fußballfelder, mehrere Kleinfelder, die
Sparta-Geschäftsstelle sowie einige Parkplätze. Das ganze ist
wirklich ein unfassbar geiles und imposantes Ding und um Längen
sehenswerter als Karlsbrücke, Wenzelplatz und Schloss zusammen! Um
16 Uhr sollten hier zwei Spiele zeitgleich stattfinden.
Auch wenn ich mittlerweile überhaupt kein Fan mehr von sinnlosem
Halbzeithopping bin, so tat ich es diesmal und gab mir auf den beiden
bespielten Plätzen je 45 Minuten. Aber ich werde damit leben
können dass dies unter Hoppern verpöhnt ist und die Grounds
laut VDGD nicht gezählt werden können. Egal, los gings auf
Platz 3, wo der slovenische Teilnehmer aus Krško unter Dauerregen auf
die
Jugend von Vasas SC aus Budapest traf und sich letztendlich mit 1-4
geschlagen geben musste. Beim Platz 3 handelt es sich um einen
Kunstrasenplatz,
welcher in der Südwestecke des Stadions zu finden ist. Der
Platz selbst sowie das Stankett sind erst wenige Jahre alt, die
Tribünen, welche an einer Geraden und einer Hintertorseite entlang
führen, sind hingegen schon einige Jährchen alt und verfallen
sichtlich immer
mehr! Im unteren Bereich gibt es Stehplätze in Form von fünf
breiten und zehn schmalen Stufen, welche mit blauen Wellenbrechern
(Platz 2 verfügt über gelbe, Platz 1 über rote) versehen
sind. Darüber beginnt die mit Bänken ausgestattete
unüberdachte Vortribüne, welche offiziell schon gar nicht
mehr zugänglich ist und nur durch Kletteraktionen zu erreichen
ist. Im oberen überdachten Tribünenbereich sind weitere
Sitzbänke und zahlreiche Logenplätze zu finden. Hinter dem
Tor ragt eine weitere verfallene Sitzplatztribüne hervor. Hammer!
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