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Am
Samstag sollte mal wieder ein neuer Länderpunkt fallen. Slowenien
war dies Mal an der Reihe, immerhin musste hierfür nur noch die
Durchfahrt durch Österreich sowie die Zugstrecke im Land selbst
gezahlt werden, wobei man mit 29 € dabei war. Slowenien konnte im Jahr 1991 seine
Unabhängigkeit von Jugoslawien erklären und gilt seitdem als
eigenständiger Staat mit Betonung darauf zu Mitteleuropa zu
gehören. Nach etwas Sightseeing in
Salzburg ging es am Vormittag ab durch die österreichischen Alpen
um sich dann am Nachmittag in Maribor wiederzufinden. Marburg an der
Drau, wie es im deutschen heißt, ist mit 117.000 Einwohnern die
zweitgrößte Stadt des Landes und liegt nur 65 km
südlich von Graz. Das vorab gebuchte Hostel wurde schnell
gefunden. Ich machte noch einen kleinen Abstecher durch die Altstadt,
ehe ich schon bald zu Fuß das Stadion des slowenischen
Rekordmeisters NK Maribor erreichen konnte. So
ziemlich als erster Zuschauer betrat ich das Volksgartenstadion,
welches von 2006 bis 2008 mit Ausnahme der Haupttribüne komplett
umgebaut wurde und nun einen zwar recht modernen, aber auch irgendwie
stylischen Eindruck macht. Über der Haupttribüne thront ein
großer markanter Rundbogen und auch die anderen Seiten
verfügen über wellenförmige Dächer. Auf den
Rängen herrschte zum Anstoß gespenstische Stille. Erst nach
gut einer viertel Stunde gaben die knapp 90 Leute Rund um die Viole
Maribor
(Gründung noch zu Zeiten Jugoslawiens) mit einigen
Anfeuerungsrufen ihr erstes Lebenszeichen von sich, verstummten aber
erst mal wieder um später noch hin- und wieder mal von sich
hören zu lassen. Ganz schwaches Ding! Ein Besuch lohnt sich hier
wohl nur bei Spielen gegen Erzrivale Olimpija Ljubljana oder dem einen
oder anderen internationalen Gegner. Aus dem an der Grenze zu Italien
liegenden Gorica kamen bis auf einige Tribünensitzer keine
Gästeanhänger mit. Diese gingen allerdings bald in
Führung. So wie bei meinem Spielbesuch gestern, wurde aber auch
dieses Spiel gedreht und in ein 2-1 umgemünzt. Leider war hierbei
im Block der Viole nur sehr wenig Enthusiasmus zu
spüren. Schade! Der Abend dauerte für mich nicht mehr allzu
lange, denn schnell wurde für mich in einem Zimmer mit zwei
englischen Chickas (wer findet den Fehler?!) und einem
merkwürdigen Schlabber-Schlafanzug tragenden Österreicher,
welcher die Chickas wie von einer Hummel gebissen zuquatschte, das
Reich der Träume eingeläutet.
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