8.
Januar 2011
Samstag, 13:30 Uhr
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BOV Second Division
(3.
Liga Malta)
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80
Zuschauer
(20 Gäste)
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MFA
Centenary Stadium (2.000)
Villagg Tas-Snajja'
ATD4000 Ta'Qali
Malta |
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Es
waren erst einige Tage in diesem Jahr verstrichen, da zog es mich schon
wieder in die Ferne! Das erste Ziel des Jahres hieß Malta. Malta
ist ein Inselstaat im Mittelmeer (bestehend aus der Hauptinsel Malta
sowie Gozo und Comino), in etwa zwischen Sizilien und Tunesien bzw.
Libyen mit nur wenig größeren Ausmaßen als
Münster. Das Land kann im Grunde bequem von Flughäfen wie
Eindhoven oder Frankfurt angesteuert wurden. Doch Flugzeiten und
Flugpreise passten nicht so ganz in die Planung und so wurde dann doch
eine etwas unkonventionellere Anreisemöglichkeit gewählt. In
der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde der Vossi aus Papenburg am
Hauptbahnhof eingesammelt um von dort aus den Flughafen Niederrhein in
Weeze anzusteuern. Um 07:30 Uhr hob dann der Flieger nach
Mailand-Bergamo ab. Hier hatten wir nun vier Stunden Zeit, welche wir
größtenteils im Orio-Einkaufszentrum, direkt neben dem
Flughafen verbrachten. Dann ging es weiter, nicht allerdings nach
Malta, das wäre ja zu einfach gewesen. Nein, unser nächster
Flug führte uns an die Costa Brava zum Flughafen Barcelona-Girona.
Hier blieb es nicht nur bei vier Stunden, wir mussten nun schon etwas
länger ausharren für den nächsten Weiterflug. Am
frühen Nachmittag waren wir da, doch erst um 06:40 Uhr des
nächsten Morgens ging es weiter. Immerhin begegneten uns hier in
Spanien zum ersten Mal in diesem Jahr die warmen Strahlen des
Himmelskörpers namens Sonne. Barcelona hatte ich gar nicht mal
sooo schön in Erinnerung, das wäre die gut 16 € Bustransfer
nicht wert gewesen. So aber fuhren wir in die 96.000-Einwohner-Stadt
Girona, schlugen dort einige Stunden tot um dann zu versuchen am
Flughafen noch ein wenig Schlaf zu finden. Wir waren froh als es
endlich zum dritten Mal innerhalb von 24 Stunden hieß:
"Boarding". Diesmal ging es direkt nach Malta! Der Rückflug sollte
uns später noch über Bologna führen. Alle fünf
RyanAir-Flüge zusammen kosteten uns pro Person inklusive aller
Gebühren wahnsinnige 38 € und somit noch weniger als ein
Wochenendticket. Da kann man schon mal über die unkomfortable
Anreise weg sehen, dieses Schnäppchen war es allemal wert!
Samstag früh, 08:30 Uhr, nach der 30-stündigen Anreise war
unser Ziel endlich erreicht. Gut 17 Grad im Schatten und mehr als 20
Grad in der Sonne unter strahlendblauen und wolkenlosen Himmel
empfingen uns! Welch Kontrast zum eisigen und diesigen Winterwetter
Zuhause. Am Mittag hatten wir unser erstes Fußballspiel auf dem
Programm, doch zunächst galt es schon mal ein wenig die Insel zu
erkunden. Mit unserem Mietwagen, in dem ich ganz offiziell zum ersten
Mal das Vergnügen hatte auf der linken Straßenseite zu
fahren (Malta feierte seine Unabhängigkeit von
Großbritannien im Jahr 1964), steuerten wir zunächst die
Westküste an. Spätestens mit dem Blick auf die Blaue Grotte
waren die anstrengende Anreise und die Müdigkeit voll und ganz
vergessen. Wahnsinn! Auch die Dingli Cliffs konnten sehr gefallen. Der
Weg zum Stadion führte uns nun über Mdina, der „stillen“
Stadt, welche von hohen Stadtmauern umgeben ist und über ein
mittelalterliches Stadtbild verfügt, mit zahlreichen schmalen
Gassen und den aus dem Landestypischen sandfarbenen Kalkstein
errichteten Kirchen und Palästen. Von hier waren auch schon das
Nationalstadion und das angrenzende Centenarystadion im Örtchen
Ta'Qali zu sehen. Das kam uns dann auch ganz gelegen, denn es wurde
mittlerweile Zeit dorthin aufzubrechen.
Um 13:30 Uhr ertönte dann nach Entlöhnung von 4 € Eintritt
der Anpfiff zum verdienten Länderpunkt auf dem „Nebenplatz“ des
Nationalstadions. Das „Jahrhundertstadion“ verfügt auf einer
Geraden über Ausbau in Form von neun Reihen unüberdachter
Sitzschalen, welche mittig überdacht sind. Die übrigen drei
Seiten rund um das Kunstrasenspielfeld sind nicht zugänglich. Alle
Fußballspiele von der ersten bis zur dritten Liga finden
ausschließlich in vier verschiedenen Stadien statt. Wochenende
für Wochenende finden im Nationalstadion, dem Centenary-Stadion,
dem Hibs-Stadion sowie dem Victor-Tedesco-Stadion zahlreiche Spiele
statt, meist direkt nacheinander. Im Spiel des Tabellenelften (und
somit vorletzten) gegen den Tabellenfünften der eingleisigen
dritten Fußballliga des Landes gab es auf beiden Seiten
zahlreiche Torchancen, welche zumeist allerdings kläglich vergeben
wurden. In der zweiten Spielhälfte klappte es dann etwas besser
und es fielen immerhin noch drei Tore. Während des Spiels kamen
wir mit einem Deutschen ins Gespräch, welcher sich ebenfalls
für dieses Spiel entschieden hatte. Er stellte sich als Mario aus
Mannheim vor und war insgesamt eine ganze Woche auf Malta. Für den
Rest des Tages und auch für den morgigen Tag boten wir ihm eine
Stelle als Co-Navigator auf dem Rücksitz an, welche er dann mit
Bravur verübte, da er die Insel schon ein wenig kannte. Er war
sicher froh nicht mehr nur allein auf den Bus angewiesen zu sein, denn
alle Busse im Land, egal wohin es geht, führen über die
Hauptstadt Valletta.
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