26.
September 2010
Sonntag, 17:00 Uhr
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Kreisliga C1 Gelsenkirchen
(11. Liga)
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40
Zuschauer
(20 Gäste)
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Sportanlage
Braukämperstraße - Aschenplatz (1.500)
Braukämperstraße 20
45899 Gelsenkirchen-Beckhausen
Nordrhein-Westfalen |
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Ich
hätte ja auch einfach direkt nach Hause fahren können, aber
Nein, Gelsenkirchens Kreisliga C lockte noch mit einer 17
Uhr-Ansetzung. Da es kein großer Umweg war nahm ich mir vor hier
zumindest einmal vorbeizuschauen um dann zu überlegen ob ich das
Spiel noch mitnehmen sollte oder nicht. Mit einem Spiel auf dem Hauptplatz der
Anlage an der Braukämperstraße hatte ich
leider kein Glück. Dabei hätte es sich um einen wirklich
schicken Platz gehandelt, mit vier Bankreihen auf einer Seite, acht
Stehstufen auf der anderen, etwas Wall im Kurvenbereich
(Gesamtkapazität ca. 5.500 Plätze)
und einen Blick auf die mittlerweile begrünte Zechenhalde
Rungenberg. Aber selbst die erste Mannschaft des SuS Beckhausen 05
schien ihr A-Liga-Spiel soeben auf dem angrenzenden Ascheplatz beendet
zu haben. Eigentlich wollte ich auch schon wieder gehen, statt mir nun
die dritte Mannschaft auf einem Nebenplatz anzusehen, welchen ich
sowieso nicht zähle. Ich blieb dann aber doch und sah sowohl ein
mit roten Karten gespicktes Spielchen als auch im Hintergrund immer
wieder kleine Männchen die sich den Rungenberg hochhieften und
dort oben scheinbar eine recht gute Aussicht hatten. Solche Aussichten
reizen mich ja immer sehr, so juckte es mir nach 45 Minuten in den
Fingern und ich suchte mir den Weg rauf auf die Halde. Der Aufstieg
lohnte sich, von hier oben hatte ich einen guten Überblick
über Gelsenkrichen und Umgebung. Den Lacher des Tages gab es kurz
vor meiner
Heimkunft, als ich in einer dieser engen Innenstadttankstellen in
Münster noch ein Tank-Schnäppchen schlagen wollte. Ich machte
einen schwerwiegenden Fehler, denn ich wartete hinter einer besetzten
Säule statt zur rechten freien Säule rüberzufahren.
Scheinbar kam der Wagen hinter mir nicht vorbei (wohl eher aus Doofheit
nicht vorbeigekommen), als ich dann aber tankte und er neben mir hielt
und der Fahrer ausstieg setzte es aber was: "Bei uns hätte es
für sowas eine Tracht Prügel gegeben!" fauchte der vielleicht
50-jährige Familienvater mit Auricher Autokennzeichen und kriegte
sich dabei überhaupt gar nicht mehr ein. Vor dem Gang an die Kasse
drängelte er noch fix an mir vorbei, sagte mir noch einmal seine
Meinung ins Gesicht und schrieh dann den ganzen Tankstellenkiosk mit
seiner These zusammen, was bei dem Tankstellenteam und den drei jungen
Kundinnen vor mir für Unverständnis und letztlich reichlich
Gelächter sorgte. Sowohl von mir als auch von allen anderen gab es
ausgiebigen Konter, was der Herr aber überhaupt gar nicht
verstehen konnte und immer nur wiederholte "Jawohl eine Tracht
Prügel hätte das gegeben. Bei uns hätte sich das keiner
getraut.". Leid tat mir lediglich seine Familie im Auto, die mit solch
einem Choleriker wohl unter einem Dach leben muss. Was lernen wir aus
dem ganzen? Wenn ihr eines Tages in Ostfriesland seid und tanken wollt:
Achtet um Gottes Willen darauf dass ihr euch korrekt einordnet, sonst
gibts eine Tracht Prügel!
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