FC Hansa Lüneburg
2 - 2
SV Meppen
22. August 2010
Sonntag, 15:00 Uhr
Oberliga Niedersachsen
(5. Liga)
500 Zuschauer
(75 Gäste)
Stadion Wilschenbruch (7.000)
Reiherstieg 25
21337 Lüneburg
Niedersachsen
Es war der dritte Spieltag der neuen eingleisigen Oberliga Niedersachsen. Auch wenn diese ständigen Spielklassenreformen einem mächtig auf den Sack gehen können, so gibt es doch etwas positives, nämlich neue Grounds mit dem eigenen Verein. Heute hatten die Mannen vom Neu-Trainer Johann Lünnemann im Stadion Wilschenbruch des FC Hansa Lüneburg anzutreten. Als der Lüneburger SK im Jahr 2001 aus der Regionalliga abstieg, geriet er in finanzielle Schieflage. Es folgte die Eröffnung des Involenzverfahrens. Erst im Jahr 2008 sah man sich zum scheinbar letzten noch möglichen Schritt gezwungen und fusionierte mit dem Bezirksligisten Lüneburger SV zum FC Hansa. Gespielt wird weiterhin im LSK-Stadion Wilschenbruch, einem wirklich schmucken und idyllisch gelegenen Stadion mit unüberdachten Stehtraversen auf allen vier Seiten. Der absolute Hingucker ist allerdings die Holztribüne aus dem Jahre 1921 mit ihren knapp 300 Sitzplätzen, welche im vorderen Bereich unüberdacht bleiben. Die Abrisspläne zu gunsten eines Neubaugebietes wurden nun glücklicherweise verschoben, so dass nun mindestens noch bis 2018 (?!) in diesem Stadion gespielt werden kann. Vom Bahnhof aus ist die Anlage durch einen 30-minütigen Fußmarsch entlang des Güterbahnhofs sowie eines Nobelwohngebietes zu erreichen. Von den 75 Gästefans gab es zu Beginn ein wenig Sing-Sang, welches aber bald verstummte und es nur noch recht sporadische Unterstützung gab. Auch Heimfans gab es, sie ließen hin- und wieder mit einigen Anfeuerungen unterstützt von Trommeln von sich hören. Schon nach zwei Minuten der erste Schock! Lüneburg ging mit 1-0 in Führung! Und bereits eine viertel Stunde später folgte das 2-0. Es drohte ein absolutes Desaster! Doch Meppen kämpfte weiter und sorgte dafür dass das Tornetz kurz vor und kurz nach der Pause wackelte. Allerdings wurden beide Treffer auf nicht ganz nachvollziehbarer Weise nicht gegeben. Stattdessen traf der ehemalige Champions Leauge Spieler Francis Banecki (vor sechs Jahren bei Werder Bremen in der Nachspielzeit gegen Anderlecht eingewechselt) in der 63. und 81. Minute für die Emsländer ins Tor! Die spritzige Schlussphase brachte keine weiteren Tore so dass es bei der Punkteteilung blieb. Das wars, um 20 Uhr erreichte ich wieder Münster und war doch irgendwie froh dass die Zeit des Zugfahrens doch erstmal wieder ein Ende nahm.



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