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Es
war der dritte Spieltag der neuen eingleisigen Oberliga Niedersachsen.
Auch wenn diese ständigen Spielklassenreformen einem mächtig
auf den Sack gehen können, so gibt es doch etwas positives,
nämlich neue Grounds mit dem eigenen Verein. Heute hatten die
Mannen vom Neu-Trainer Johann Lünnemann im Stadion Wilschenbruch
des FC Hansa Lüneburg anzutreten. Als der Lüneburger SK im
Jahr 2001 aus der Regionalliga abstieg, geriet er in finanzielle
Schieflage. Es folgte die Eröffnung des Involenzverfahrens. Erst
im Jahr 2008 sah man sich zum scheinbar letzten noch möglichen
Schritt gezwungen und fusionierte mit dem Bezirksligisten
Lüneburger SV zum FC Hansa. Gespielt wird weiterhin im LSK-Stadion
Wilschenbruch, einem wirklich schmucken und idyllisch gelegenen Stadion
mit unüberdachten Stehtraversen auf allen vier Seiten. Der
absolute Hingucker ist allerdings die Holztribüne aus dem Jahre
1921 mit ihren knapp 300 Sitzplätzen, welche im vorderen Bereich
unüberdacht bleiben. Die Abrisspläne zu gunsten eines
Neubaugebietes wurden nun glücklicherweise verschoben, so dass nun
mindestens noch bis 2018 (?!) in diesem Stadion gespielt werden kann.
Vom Bahnhof aus ist die Anlage durch einen 30-minütigen
Fußmarsch entlang des Güterbahnhofs sowie eines
Nobelwohngebietes zu erreichen. Von den 75 Gästefans gab es zu
Beginn ein wenig Sing-Sang, welches aber bald verstummte und es nur
noch recht sporadische Unterstützung gab. Auch Heimfans gab es,
sie ließen hin- und wieder mit einigen Anfeuerungen
unterstützt von Trommeln von sich hören. Schon nach zwei
Minuten der erste Schock! Lüneburg ging mit 1-0 in Führung!
Und bereits eine viertel Stunde später folgte das 2-0. Es drohte
ein absolutes Desaster! Doch Meppen kämpfte weiter und sorgte
dafür dass das Tornetz kurz vor und kurz nach der Pause wackelte.
Allerdings wurden beide Treffer auf nicht ganz nachvollziehbarer Weise
nicht gegeben. Stattdessen traf der ehemalige Champions Leauge Spieler
Francis Banecki (vor sechs Jahren bei Werder Bremen in der
Nachspielzeit gegen Anderlecht eingewechselt) in der 63. und 81. Minute
für die Emsländer ins Tor! Die spritzige Schlussphase brachte
keine weiteren Tore so dass es bei der Punkteteilung blieb. Das wars,
um 20 Uhr erreichte ich wieder Münster und war doch irgendwie froh
dass die Zeit des Zugfahrens doch erstmal wieder ein Ende nahm.
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