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Mit
Bus und Straßenbahn ging es weiter zum Štadión Pasienky,
wo der 16-fache Landesmeister Slovan aufgrund der Umbauarbeiten am
Stadion Tehelné pole zurzeit seine Spiele austrägt. Dies
ist eine 13.000 Zuschauer fassende Ostblockschüssel mit
überdachter Haupttribüne, einer großen Anzeigetafel und
markanten Flutlichtern. Konnte absolut gefallen! Ich investierte drei
Euro Eintritt ins Spiel des Meisters und aktuellen Tabellenzweiten
gegen den Aufsteiger aus Senica. Der Gast wurde von Beginn an
ordendlich unter Druck gesetzt, was allerdings erst nach 60
Spielminuten mit dem Führungstreffer belohnt wurde. Das war dann
ganz zur Freude der gut 100 heimischen Supporter, welche heute für
eine überraschend gute Stimmung sorgten. Ohne größere
Unterbrechungen gab es von ihnen immer wieder Liedgut, welches
teilweise an dem von Rapid Wien erinnerte. Tatsächlich scheint es
laut Zaunfahne eine Gruppierung zu geben, welche sowohl Slovan als auch
Rapid unterstützt. Nach einem Abstecher zum großen
Supermarkt in Stadionnähe fand ich auch schon bald einen Bus zum
Flughafen, wo nun noch einige Stunden mit dem Lesen einschlägiger
Groundhopping-Zines herumgebracht wurde, ehe um 22:30 Uhr die Maschine
nach London-Stansted abhob. London? Ja richtig, ich entschied mich
für einen Transit-Flug welcher mich über London zurück
nach Weeze bringen sollte. So wäre ich schon am Montagmorgen
wieder
Zuhause um vor dem Hauptteil der Tour noch etwas Kraft zu tanken und
mir eine wohlverdiente Dusche zu gönnen. Immerhin günstiger
und bequemer als eine direkte Weiterreise von Bratislava ins von dort
nur 420 km entfernte Zagreb. Ich erreichte nun also den Flughafen in
Stansted, auf dem gut 5 Stunden herumzubekommen waren. Die
Empfangshalle glich hier einem
Flüchtlingslager, so weit man gucken konnte lagen überall auf
dem Boden zusammengekauerte Reisende mit ihrern Rucksäcken. Ich
war also nicht der einzige mit dieser Idee! Also tat ich es ihnen
gleich und versuchte ein wenig Schlaf zu finden, was nach der erneuten
Sicherheitskontrolle im Abflugbereich noch etwas leichter fiel. Am
Montagmittag hatte mich mein Zuhause also erst einmal wieder.
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