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Gemeinsam
mit Gerrit und Martin
sowie Lukas aus Ludwigshafen (aus dem GH-Forum) wurde heute das neue
Stadion von ADO Den
Haag angesteuert. Bis Apeldoorn gesellte sich auch noch Studentin
Paulina, welche über die Mitfahrzentrale gewonnen werden konnte,
zu uns ins Auto. Das gute Mädel dürfte wahrscheinlich den
Schock ihres Lebens bekommen haben bei den Gesprächen übers
Hopping. An Lukas ging später der Ratschlag einer Frau die
Leidenschaft des
Groundhoppings nie, aber auch wirklich niemals, mit ein paar Kreuzchen
in einem Buch zu erklären! Höchst fatal! Nach einer
ereignislosen Weiterfahrt erreichten wir dann Den Haag. Um sich die 10
€ Parkgebühren zu sparen nutzte man den verkaufsoffenen Sonntag
eines Blumenhauses um dort seinen Wagen abzustellen. So waren nur noch
1.000 Meter Fußweg zum Stadion, genauer gesagt zum Fanshop
zurückzulegen. Auf eine E-Mail zum Verein mit der Anfrage ob
Tickets reserviert werden könnten, bekam ich Antwort von einem
gewissen Dennis vom Fanclub Den Haag, mit der Bitte ihn vor Ort
anzurufen um sich dann zur Ticketübergabe zu treffen. Gesagt
getan, und mit einer stattlichen Figur und einem blinkenden Goldzahn
stand er da auch schon vor dem Fanshop mit einem riesen Stapel Karten
mit Aufdruck eines Jugendwerkes und einem Preis von 0 €. Zahlen mussten
wir happige 20 € pro Karte! Aber gut, am Ticketschalter wäre es
weitaus aufwendiger gewesen an Tickets zu kommen, auch ohne
Clubcard-Verpflichtung. Das ADO Den Haag Stadion gilt zu den sichersten
Stadien Europas, wenn nicht gar zu dem sichersten! Die modernen
Eingangsschleusen machen von jedem Zuschauer ein biometrisches Foto des
Gesichts! Im Stadion selbst sind weitere 100 Kameras installiert,
welche ebenfalls mit biometrischen Methoden arbeiten und während
des Spiels Aufnahmen machen. Zudem ist es unmöglich das Spielfeld
von den Zuschauerrängen aus zu betreten (und selbst wenn,
wären 15.000 € und 10 Jahre Stadionverbot die Strafe), da sich das
Spielfeld auf einer eigenständigen Plattform befindet. Ansonsten
handelt es sich um einen Detailarmen überdachten All-Seater mit
geschlossenen Ecken. Das Spiel 15. gegen 6. gestaltete sich in der
ersten Hälfte recht einseitig, der Gast aus Almelo war klar
überlegen und führte nach 45 Minuten bereits mit 0-2. Nach
Wiederanpfiff sorgte Den Haag dann für mächtig Druck, kam auf
ein 1-2 heran und ließ den Eindruck erwecken dass sie das Spiel
noch drehen könnten. Aber der Ball kam dem Netz nicht näher
als zum Pfosten oder der Querlatte und so war es der Gast welcher
überraschend doch noch einmal nachlegen konnte, mit dem 1-3 (mit
lustig anzusehendem Plexiglas-Sturm einzelner Heracles-Anhänger)
sowie dem 1-4 in der 92. Minute. Zu hören waren die 180
schwarz-weißen im Gästeblock auf der gegenüberliegenden
Aad Mansveld Tribune nur recht leise. Aber auch die Heimfans konnten
nicht gerade mit einer tollen Stimmung glänzen, nur gelegentlich
gab es kurze Gesänge der ständig stehenden Fans auf der Mitte
der Gegentribüne oder auf unserer Tribüne. Vielmehr gab es
spielabhängiges lautes Raunen sowie ganz im brittischen Stil
besonders energisches Fäuste ballen nach einer schlechten Aktion
oder Fouls der gegnerischen Mannschaft. Immerhin gab es zu Spielbeginn
einige Schwenker sowie eine Blockfahne zu sehen, dazu wurden
während des Spiels zwei-drei Striker eingesetzt. Unrühmlich
waren die Unkenrufe, als ein gegnerischer schwarzer Spieler am Ball
war. Nach dem Kick ging es frierender Weise im Laufschritt zurück
zum Auto, zumal das Blumenhaus bald seine Parkplätze
schließen würde, und in drei Stunden zurück nach
Münster.
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