RCS Verviers
1 - 6
FC Bleid
3. Oktober 2009
Sonntag, 15:00 Uhr
3e klasse, Afd. B
(3. Liga Belgien)
200 Zuschauer
(50 Gäste)
Stade de Bielmont (4.500)
Place d'Arles 46
4800 Verviers
Belgien (Provinz de Liège)
Mit 15 Minuten Verspätung (ohne die lange Nachspielzeit in Kerkrade und 20 Minuten Halbzeit wäre zumindest ein wenig mehr drin gewesen) erreichten wir das Stadion von Royal Cercle Sportif Verviétois, kurz RCS Verviers. Satte 10 € Eintritt wurden hier verlangt! Aber ohne uns, und so nutzte ich Trick 17 und Martin präsentierte seinen Schülerausweis und ließ den französisch sprechenden Ordner völlig entnerven, bis er aufgab und wir beide den Ground entern durften. Das Stade de Bielmont konnte durchaus gefallen. Den Blickfang bietet die Haupttribüne mit ihren 11 Bankreihen und der Vortribüne, bestehend aus einigen unüberdachten Stufen. Ansonsten werden auf einem Teil der gegenüberliegenden Seite noch ein paar Stufen geboten. Hier erstreckt sich auch das moderne Clubgebäude, welches auf seinen drei Etagen noch zahlreiche Zuschauerplätze hinter den Glasscheiben bietet. Etwas störend wirkt die breite Laufbahn. Der RCS Verviers steht derzeit am Tabellenende in der 3. Liga und konnte aus den bisherigen Spielen gerade mal einen Punkt entführen. Trotzdem hat der Club es in die 6. Runde des belgischen Pokals geschafft, und tritt dort in drei Wochen gegen Rekordmeister RSC Anderlecht an. Dürfte ein ziemliches Debakel werden, nachdem man sich im heutigen Spiel bedanken durfte dass einem nur ein halbes Dutzend Gegentore eingeschenkt wurden. Erst im Nachhinein erfuhr man dass der Trainer des heutigen Gastgebers kein geringerer als der Ex-Bundesligaprofi Sunday Oliseh ist. Nach Spielende sollte erst einmal der Tank mit günstigen Treibstoff aufgefüllt werden, was gar nicht mal so einfach war da die erstbesten Tankstellen unbesetzt waren und für uns auch keine Kartenzahlung möglich war. Unsere Idee bestand nun darin an der Tanke mit nur einer Säule, bei der scheinbar eine Tankkarte nötig war, stehen zu bleiben und warten bis die nächsten Kunden kamen, schließlich mussten die uns ja helfen, wenn sie selbst tanken wollten! Volltreffer - im nächsten Auto saßen zwei echte Schnitten! Die wirkten zunächst irgendwie etwas eingeschüchtert als wir auf sie zugingen und mit unserer Kreditkarte rumwedelten! Komisch! Sie trauten sich dann doch das Fenster herunterzukurbeln, rauszukommen und uns mit Hand und Fuß zu erklären wie wir zur nächsten Tankstelle mit Service gelangen würden. Sie sprachen schließlich nur französisch, was unsereins mit einem "No franchis" entgegnete. Für ein "Merci" reichte es dann doch noch. Und so konnte der Tank gefüllt und schnell die 35 km nach Lüttich auf sich genommen werden.



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