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Mit
15 Minuten Verspätung (ohne die lange Nachspielzeit in Kerkrade
und 20 Minuten Halbzeit wäre zumindest ein wenig mehr drin
gewesen) erreichten wir das Stadion von Royal Cercle Sportif
Verviétois, kurz RCS Verviers. Satte 10 € Eintritt wurden hier
verlangt! Aber ohne uns, und so nutzte ich Trick 17 und Martin
präsentierte seinen Schülerausweis und ließ den
französisch sprechenden Ordner völlig entnerven, bis er
aufgab und wir beide den Ground entern durften. Das Stade de Bielmont
konnte durchaus gefallen. Den Blickfang bietet die Haupttribüne
mit ihren 11 Bankreihen und der Vortribüne, bestehend aus einigen
unüberdachten Stufen. Ansonsten werden auf einem Teil der
gegenüberliegenden Seite noch ein paar Stufen geboten. Hier
erstreckt sich auch das moderne Clubgebäude, welches auf seinen
drei Etagen noch zahlreiche Zuschauerplätze hinter den
Glasscheiben bietet. Etwas störend wirkt die breite Laufbahn. Der
RCS Verviers steht derzeit am Tabellenende in der 3. Liga und konnte
aus den bisherigen Spielen gerade mal einen Punkt entführen.
Trotzdem hat der Club es in die 6. Runde des belgischen Pokals
geschafft, und tritt dort in drei Wochen gegen Rekordmeister RSC
Anderlecht an. Dürfte ein ziemliches Debakel werden, nachdem man
sich im heutigen Spiel bedanken durfte dass einem nur ein halbes
Dutzend Gegentore eingeschenkt wurden. Erst im Nachhinein erfuhr man
dass der Trainer des heutigen Gastgebers kein geringerer als der
Ex-Bundesligaprofi Sunday Oliseh ist. Nach Spielende sollte erst einmal
der Tank mit günstigen Treibstoff aufgefüllt werden, was gar
nicht mal so einfach war da die erstbesten Tankstellen unbesetzt waren
und für uns auch keine Kartenzahlung möglich war. Unsere Idee
bestand nun darin an der Tanke mit nur einer Säule, bei der
scheinbar eine Tankkarte nötig war, stehen zu bleiben und warten
bis die nächsten Kunden kamen, schließlich mussten die uns
ja helfen, wenn sie selbst tanken wollten! Volltreffer - im
nächsten Auto saßen zwei echte Schnitten! Die wirkten
zunächst irgendwie etwas eingeschüchtert als wir auf sie
zugingen und mit unserer Kreditkarte rumwedelten! Komisch! Sie trauten
sich dann doch das Fenster herunterzukurbeln, rauszukommen und uns mit
Hand und Fuß zu erklären wie wir zur nächsten
Tankstelle mit Service gelangen würden. Sie sprachen
schließlich nur französisch, was unsereins mit einem "No
franchis" entgegnete. Für ein "Merci" reichte es dann doch noch.
Und so konnte der Tank gefüllt und schnell die 35 km nach
Lüttich auf sich genommen werden.
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