1. FC Union Solingen
1 - 1
VfR Krefeld-Fischeln 1920
20. September 2009
Sonntag, 15:00 Uhr
Niederrheinliga
(6. Liga)
400 Zuschauer
(20 Gäste)
Stadion am Hermann-Löns-Weg (5.000)
Naturpark 20
42697 Solingen
Nordrhein-Westfalen
Heute sollte ein Traditionsstadion in der Niederrheinliga fallen. Ein Besuch beim 1. FC Union Solingen (1990 als Nachfolgeverein des in "Konkurs" geratenen damaligen Zweitligisten SG Union Solingen neu gegründet) stand auf dem Programm. Die Bahn brachte ich mich in genau 100 Minuten Fahrzeit zum Solinger Hauptbahnhof (ehemals Solingen-Ohligs). Von hier waren es noch 20 Minuten Fußweg bis zum Stadion am Hermann-Löns-Weg. Der Ground dürfte seine besten Tage bereits hinter sich haben. Vor drei Jahren wurde die Kapazität seitens der Stadt Solingen aufgrund von Verstößen gegen die Versammlungsstättenverordnung von 16.000 auf 5.000 runtergeschraubt, dazu wurde das Flutlicht ausser Betrieb gesetzt und ab diesem Jahr sämtliche nötigen Instandhaltungsmaßnahmen für das Stadion unterbunden. Welch unsympathische Stadtverwaltung! Der langsame Verfall droht nun also! Dabei handelt es sich um ein wirklich sehenswertes Stadion, mit großer überdachter Sitztribüne, einer unüberdachten Vortribüne sowie Stufen in den Kurven und auf der Gegengerade. Der sportliche Niedergang von Union Solingen zeichnet sich in dieser Saison wieder einmal besonders stark ab. In den vorangegangenen sieben Ligaspielen konnte kein einziger Punkt erzielt werden, was selbstverständlich die rote Laterne zur Folge hatte. Trainer und Ex-Nationalspieler Thomas Brdarić musste den Verein bereits (vornehmlich aus privaten Gründen) im vergangenen Monat verlassen, zurzeit trainieren zwei Interimstrainer den Club. Heute gab es dann endlich den ersten Punkt zu verbuchen, und das gegen den Tabellenvierten. In einem offenen Schlagabtausch kamen beide Teams zu zahlreichen sehenswerten Torchancen. Der Gast aus Krefeld ging nach gut 20 Minuten in Führung, doch der Hausherr machte weiterhin Druck und kam so immer wieder vor das gegnerische Tor. Der Ausgleich gelang in der zweiten Spielhälfte und der Torjubel zum 2-1 lag den gut 400 Zuschauern in der Schlussphase gleich mehrmals auf den Lippen, doch es blieb bei der Punkteteilung. Erst nach dem Ausgleich ließen auch die Heimfans (welche mehrere Zaunfahnen sowie zu Spielbeginn drei Schwenker präsentierten) hin- und wieder mal was von sich hören. Gästeanhänger konnten nur aufgrund des Klatschens beim Führungstreffer ausgemacht werden. Fazit: Nettes Spielchen, gutes Stadion, leckere Pommes - hat Spaß gemacht.



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