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Während
des Umzugstresses ergab sich am Abend noch die Möglichkeit mit
Freunden das Pokalspiel zwischen Preußen und der Berliner Hertha
zu besuchen. Das Schwarzmarktangebot vor dem Stadion war mehr als
ausreichend, so sollte es also kein Problem darstellen ins proppevolle
Preußenstadion zu kommen. Der letzte Besuch in diesem Stadion
liegt bereits sieben Jahre zurück, in der Zwischenzeit hat sich
hier einiges getan. So wurde die Gegengerade vor kurzem überdacht
und die alte Haupttribüne durch ein modernes Bauwerk ersetzt.
Unterm Strich handelt es sich bei der Anlage immer noch um ein
sehenswertes Stadion mit zahlreichen Stehplätzen! Für das
heutige Spiel wurden zusätzliche Plätze freigegeben, so dass
18.200 Karten verkauft werden konnten. Der Regionalligist empfing nun
also die Alte Dame aus der Hauptstadt und es sollte ein mächtig
spannendes Match geben. Der Gast ging zwar nach 23 Minuten in
Führung, doch Preußen hielt sehr gut dagegen und konnte nach
30 weiteren Spielminuten den letztlich verdienten Ausgleich erzielen.
Der
Preußen-Keeper machte dabei wohl das Spiel seines Lebens,
sensationell was der alles von seinem Kasten fernhalten konnte! Der
Führungstreffer der Gastgeber schien Phasenweise nur eine Frage
der Zeit zu sein, so viel Selbstbewusstsein hatte man sich mittlerweile
erspielt. Doch es ging in die Verlängerung, bei der es selbst kurz
vor dem Ende noch 1-1 stand. Im Elfmeterschießen hätte der
Preußen-Keeper sicherlich weitere Heldentaten vollbracht, doch so
weit kam es leider nicht. Nach 118 Minuten hieß es 1-2 und
Sekunden später auch schon 1-3. Schade schade, fast wäre es
zur Sensation gekommen. Die Curva Monasteria hatte zu diesem Spiel eine
Choreographie vorbereitet, welche vom eigenen Standpunkt leider nicht
gesehen werden konnte. Jedenfalls waren unmengen schwarze, weiße
und grüne Plastikfahnen im Einsatz sowie eine Blockfahne und ein
Spruchband. Der Support auf Heimseite war okay, aber nicht so fanatisch
wie man ihn sich gewünscht hätte. Da war noch Luft nach oben.
Gut hingegen kamen die gelegentlichen Wechselgesänge rüber.
Die Gästefans auf der gegenüberliegenden Hintertorseite waren
zwischendurch mal lautstark zu hören, hatte man bei
Bundesligaspielen schon in schlechterer Form gesehen. Zwei mal kamen
hier einzelne Bengalos zum Einsatz. Ansonsten schien es nach Spielende
im Stadionumfeld friedlich geblieben zu sein. Mit der "Leeze" (warum
kann man die Dinger hier nicht einfach Fietse nennen? Unmöglich!)
entkam man dem Abfahrtsstau und ein netter Fußballabend ging
Zuende.
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