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Die
beiden Nordvereine Werder Bremen und Hamburger SV haben die Aufgabe
erhalten in 19 Tagen ganze vier mal gegeneinander anzutreten. Das erste
Spiel im Volkspark wurde vor wenigen Tagen ausgetragen, der Gast aus
Bremen sicherte sich dabei durch Elfmeterschießen den Einzug ins
DFB-Pokal-Finale. Heute nun kommt zu einer seltenen Konstellation
zwischen zwei deutschen Mannschaften, welche um den Einzug ins
UEFA-Cup-Finale spielen. Es folgen Rückspiel und Ligaspiel
zwischen den beiden rivalisierenden Vereinen. Für mich ging es
schon frühzeitig von der Aller an die Weser. Nachdem Gerrit
empfangen und das Auto am Hansa Carré untergebracht werden
konnte, wurden die restlichen 3.000 meter zu Fuß
zurückgelegt. Die Eintrittskarten wurden bereits im Vorfeld
geordert, für 25 € auf der Westtribüne war man dabei. Da nun
noch genügend Zeit blieb wartete man noch auf das Eintreffen der
Gästefans. Gar nicht mal so schlecht welch motivierter Haufen dann
gut eine Stunde vor Kick-off die Ebene zwischen Weser und Osterdeich
passierte. Es gab einige Flaschenwürfe und kleinere
Scharmützel mit der Polizei, zum Aufeinandertreffen mit Bremern
schien es hier nicht gekommen zu sein. Das komplett doppelstöckige
Stadion kannte man bereits von einem Besuch im Jahr 2003, damals gab es
hier allerdings noch eine Laufbahn. Der aktuelle Umbau ist noch nicht
ganz abgeschlossen, an den neuen Tribünendächern wird noch
gewerkelt. 37.500 Zuschauer hießen bei diesem Europapokalspiel:
Ausverkauft! Auf größere Choreos wurde auf den Beiden
verzichtet, sieht man einmal von Affen mit Werder-Symbol und der
Sprechblase mit dem Refrain von "Rehab" auf Heim- und den
hochgehaltenen "Jetzt erst recht!"-Zetteln auf Gästeseite ab. Bei
den Hamburgern kamen zudem einige wenige Bengalen zum Einsatz. Sie
waren es, welche nach 28 Minuten allen Grund zum jubeln hatten. Piotr
Trochowski gelang nämlich ein Traumtor in den Kasten von
Arroganzbolzen und Neunationalspieler Tim Wiese (siehe Foto). Werder
konnte dem nicht viel entgegensetzen. Zwar kam es noch zahlreiche gute
Chancen auf beiden Seiten, doch es blieb beim 0-1 und somit für
eine gute Ausgangslage der HSVer für das Rückspiel kommende
Woche. Unterhaltsam wurde es noch auf den Rängen, so zündeten
die Gäste zu Beginn der zweiten Hälfte einen ordendlichen
Haufen weißes und schwarzes Rauchpulver, was das Stadion recht
gut einnebelte. Alleine dafür hatte sich das Eintrittsgeld doch
schon wieder gelohnt. Saubere Aktion! Heimsupport kann wenig gesagt
werden, wurde dieser doch leicht vom von mir 20 meter entfernten
Gästeblock übertönt. Hier wurde für eine
ansprechende Stimmung gesorgt. Besonders der absolut kultige und recht
laut vorgetragene Klassiker "Was ist grün und stinkt nach
Fisch..." sorgte für ein heiteres grinsen, hätte nicht
gedacht dass man sowas heutzutage noch erleben darf. Über
Aschendorf führte mich mein Weg nach Spielende wieder in meine
Heimatstadt, welche ich gegen 2 Uhr erreichte.
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