SV Werder Bremen
0 - 1
Hamburger SV
30. April 2009
Donnerstag, 20:45 Uhr
UEFA-Pokal,
Halbfinale Hinspiel
37.500 Zuschauer, ausverkauft
(6.000 Gäste)
Weserstadion (37.500)
Auf dem Peterswerder 35
28205 Bremen
Bremen
Die beiden Nordvereine Werder Bremen und Hamburger SV haben die Aufgabe erhalten in 19 Tagen ganze vier mal gegeneinander anzutreten. Das erste Spiel im Volkspark wurde vor wenigen Tagen ausgetragen, der Gast aus Bremen sicherte sich dabei durch Elfmeterschießen den Einzug ins DFB-Pokal-Finale. Heute nun kommt zu einer seltenen Konstellation zwischen zwei deutschen Mannschaften, welche um den Einzug ins UEFA-Cup-Finale spielen. Es folgen Rückspiel und Ligaspiel zwischen den beiden rivalisierenden Vereinen. Für mich ging es schon frühzeitig von der Aller an die Weser. Nachdem Gerrit empfangen und das Auto am Hansa Carré untergebracht werden konnte, wurden die restlichen 3.000 meter zu Fuß zurückgelegt. Die Eintrittskarten wurden bereits im Vorfeld geordert, für 25 € auf der Westtribüne war man dabei. Da nun noch genügend Zeit blieb wartete man noch auf das Eintreffen der Gästefans. Gar nicht mal so schlecht welch motivierter Haufen dann gut eine Stunde vor Kick-off die Ebene zwischen Weser und Osterdeich passierte. Es gab einige Flaschenwürfe und kleinere Scharmützel mit der Polizei, zum Aufeinandertreffen mit Bremern schien es hier nicht gekommen zu sein. Das komplett doppelstöckige Stadion kannte man bereits von einem Besuch im Jahr 2003, damals gab es hier allerdings noch eine Laufbahn. Der aktuelle Umbau ist noch nicht ganz abgeschlossen, an den neuen Tribünendächern wird noch gewerkelt. 37.500 Zuschauer hießen bei diesem Europapokalspiel: Ausverkauft! Auf größere Choreos wurde auf den Beiden verzichtet, sieht man einmal von Affen mit Werder-Symbol und der Sprechblase mit dem Refrain von "Rehab" auf Heim- und den hochgehaltenen "Jetzt erst recht!"-Zetteln auf Gästeseite ab. Bei den Hamburgern kamen zudem einige wenige Bengalen zum Einsatz. Sie waren es, welche nach 28 Minuten allen Grund zum jubeln hatten. Piotr Trochowski gelang nämlich ein Traumtor in den Kasten von Arroganzbolzen und Neunationalspieler Tim Wiese (siehe Foto). Werder konnte dem nicht viel entgegensetzen. Zwar kam es noch zahlreiche gute Chancen auf beiden Seiten, doch es blieb beim 0-1 und somit für eine gute Ausgangslage der HSVer für das Rückspiel kommende Woche. Unterhaltsam wurde es noch auf den Rängen, so zündeten die Gäste zu Beginn der zweiten Hälfte einen ordendlichen Haufen weißes und schwarzes Rauchpulver, was das Stadion recht gut einnebelte. Alleine dafür hatte sich das Eintrittsgeld doch schon wieder gelohnt. Saubere Aktion! Heimsupport kann wenig gesagt werden, wurde dieser doch leicht vom von mir 20 meter entfernten Gästeblock übertönt. Hier wurde für eine ansprechende Stimmung gesorgt. Besonders der absolut kultige und recht laut vorgetragene Klassiker "Was ist grün und stinkt nach Fisch..." sorgte für ein heiteres grinsen, hätte nicht gedacht dass man sowas heutzutage noch erleben darf. Über Aschendorf führte mich mein Weg nach Spielende wieder in meine Heimatstadt, welche ich gegen 2 Uhr erreichte.



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