VBV de Graafschap
0 - 1
FC Groningen
17. April 2009
Samstag, 19:45 Uhr
Eredivisie
(1. Liga Niederlande)
12.200 Zuschauer
(200 Gäste)
Stadion de Vijverberg (12.600)
Lijsterbeslaan 101
7004 Doetinchem
Niederlande (Provinz Gelderland)
Mitten in einem Wohngebiet der 56.000-Einwohner Gemeinde Doetinchem liegt das Stadion von "de Graafschap". Nachdem die Fans der Großstadtvereine Spieler und Fans des Clubs immer mit "Boeren, Boeren" (Bauern, Bauern) empfingen, drehte de Graafschap den Spieß einfach um und nennt sich nun einfach selbst "de Superboeren" (Superbauern). Kult! Obwohl man zurzeit auf einem Abstiegsplatz der Eredivisie steht, macht man sich reichlich Gedanken über die Zuschauerkapazität des Stadions. Da eine Erweiterung des Stadions de Vijverberg nicht mehr möglich ist, sind andere Grundstücke wie im 10 km entfernten Vorort Wehl im Gespräch. Das aktuelle Stadion fasst 12.600 Zuschauer und erinnert eher an den modernen englischen, als an den typisch niederländischen Stil. Die Tribünen des komplett überdachten Stadions liegen nah am Spielfeld. Einige Stehplätze sind im Fanblock der Heimfans übrig geblieben. Der Gästeblock liegt genau daneben! Nicht wirklich sinnvoll, aber irgendwas werden sich die Verantwortlichen dabei wohl gedacht haben. Die Heimsupporter zeigten zu Spielbeginn eine Choreographie in Form von hunderten blau-weißen Fahnen mit dem Schriftzug "Wij zijn de Graafschap - de Graafschap zijn wij" (Wir sind de Graafschap - de Graafschap sind wir). Der Support war zwar nicht durchgängig, aber dennoch recht anständig, hätte ich in dieser Form gar nicht erwartet. Auch die Gäste aus Groningen konnten mehrere male (falls sie denn mal etwas von sich hören ließen) auf eine gute Lautstärke kommen. Gefiel unterm Strich von beiden Seiten besser als bei Utrecht vs. Groningen vor zwei Wochen. Auch das "Boeren, Boeren" seitens der Groninger war zu hören, was dann aber in für die Heimfans gewohnter Marnier mit einem "Superboeren" gekonntert wurde. Das Spiel des Tabellenvorletzten gegen den Tabellensechsten schien überraschend ausgeglichen und wurde durch einen verwandelten Elfmeter entschieden. Nach gut 30 Minuten konnten die "Trots van het noorden" den 0-1 Endstand erzielen. Um Haaresbreite wäre in der Nachspielzeit noch der Ausgleich durch einen Kopfball des heranstürmenden heimischen Torhüters gefallen. Doch die beste Chance der Hausherren in diesem Spiel blieb ungenutzt und der Torhüter blieb ohne Torerfolg. Für Verwirrung sorgte die Auswechslung des Schiedsrichters nach einer Stunde. Scheinbar handelte es sich um eine kleine Blessur, denn er tauschte seinen Platz lediglich mit dem vierten Offiziellen. Von Doetinchem ging es für mich nun direkt weiter ins 110 km entfernte Münster, wofür man dank der niederländischen Landstraßen mit bestensfalls erlaubten 70-80 km/h eine gefühlte Ewigkeit brauchte.



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