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Zum
zweiten mal in dieser Saison zog es mich zu einem Auswärtsspiel
des ehemaligen Bundesligisten aus Krefeld-Uerdingen. Derzeit
dümpelt man im Mittelfeld der Niederrheinliga rum und darf gegen
namhafte Gegner wie den SV Hönnepel Niedermörmter oder die
SpVgg Schonnebeck spielen. Heute kam es zum Derby im 26 km entfernten
Ratingen, wo es eines der wenigen Stadien in dieser Liga gibt. Beim
städtischen Stadion handelt es sich um ein weitläufiges
Leichtathletikstadion mit zwei überdachten Tribünen auf den
Geraden und vier Stufen in den Kurven. Knapp die Hälfte der
Zuschauer konnte heute den Uerdingern zugeordnet werden. Die Supporter
waren auf der kleineren der beiden Tribünen auf der Gegengerade zu
finden. Zu Spielbeginn kamen zahlreiche Doppelhalter und Fahnen zum
Einsatz, dann während des Spiels war immer mal wieder etwas
Liedgut zu hören. Die Emotionen kochten während des Spiels
mehr und mehr auf Seiten der Gäste, so dass die Banden ganz
schön zu leiden hatten. Hauptauslöser war die Provokation
eines Ratinger Spielers, direkt vor dem Gästeblock. Unterm Strich
blieb es allerdings friedlich. Uerdingen konnte zwei mal in
Führung gehen (darunter ein Wembley-Tor unter die Querlatte,
hätte auch genauso gut nicht gegeben werden können), doch
Ratingen zog zwei mal nach. Erst die 89. Minute brachte den
erlösenden Siegtreffer der Krefelder. Alle fünf Tore des
Spiels fielen in den letzten 30 Minuten. Mit zwei weiteren Kreuzen in
dieser Liga durfte nun wieder Lingen Gara angesteuert werden.
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