17.
Januar 2009
Samstag, 15:00 Uhr GMT
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Football League Championship
(2. Liga England)
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15.348
Zuschauer
(1.400 Gäste)
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Selhurst Park Stadium
(26.309)
Park Road
SE25 6PU London (Norwood)
Greater London
(England / GB)
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London
Calling! Für den lächerlichen Flugpreis von 10,02 € für
den Hin- und Rückflug Bremen - London Stansted folgte ich dem Ruf
und fand mich am frühen Samstagmorgen auf dem Bremer Flughafen
wieder. Im Flieger dann die erste fette Überraschung, denn mit
Mario aus Leer stand plötzlich ein vertrautes Gesicht vor mir, mit
dem ich hier wirklich nicht gerechnet hatte. Er und sein Kollege Uwe
wollten sich an diesem Wochenende ebenfalls dem Fußball in London
widmen, lediglich andere Spiele als von mir geplant sollten es sein. In
Stansted angekommen trennten sich aber schon früh unsere Wege, da
ich für einen anderen Shuttlebus (Terravision, return-ticket 13
£ / 15,20 €) in die 55 km entfernte Hauptstadt gebucht hatte. An
der Victoria Station angekommen wurde zunächst das vorab
reservierte Astor Victoria Hostel aufgesucht, welches mit knapp 19 £ (22,30 €) pro Nacht im 8-Bett-Zimmer zu Buche
schlagen sollte. London ist eben trotz guten Euro-Kurses ein
teilweise recht teures Pflaster! Von hier aus ging es bald
zurück zur
Victoria Station in die Tube (älteste und längste U-Bahn-Netz
der Welt) und auf nach West Ham, schließlich musste noch ein
Ticket für das morgige Spiel gegen Fulham besorgt werden. Hier
an der Stadionkasse konnte ich ein wahres "Schnäppchen" schlagen,
denn für nur 35 £ (41 €) konnte ich
mir ein
Ticket ergattern. Was tut man nicht alles fürs runde Leder! In
direkter Stadionnähe gab es heute einen Markt, den "Queens
Market", wo noch fix rübergeschaut wurde. Hier bieten
hauptsächlich Afros und Asiaten ihre frischen Waren an. Ein wenig
erschreckt wurde man schon als plötzlich wenige Zentimeter neben
einem eine Axt geschwungen wurde und ein Kopf fiel! Armes Hühnchen!
Nach einigen Umstiegen wurde die Station Selhurst erreicht. Vorbei an
den älteren Menschen
stand ich auch schon bald vor den Stadiontoren Stadions von Crystal
Palace. Die reservierten Tickets lagen bereit und so konnte der Ground
gleich geentert werden. Beim Selhurst Park handelt es sich um einen
All-Seater mit vier
unterschiedlichen Tribünen, wobei die historische
Haupttribüne im typisch englischen Stil heraussticht und zu
überzeugen weiß. Eine Hintertorseite dagegen ist mit
modernen VIP-Logen bestückt und wertet den Gesamteindruck des
Stadions ein wenig ab. Das Spiel (8. gegen 11.) war eines von der
besseren Sorte und konnte absolut mitreissen und mitfiebern lassen. Der
Gast aus Ipswich ging nach 20 Minuten in Führung, was zur Folge
hatte dass der mit mehr als 1.000 Mann gefüllte Gästeblock
gut am
abdrehen war. Ausnahmslos jeder ballte seine Fäuste in die
Höhe und schwung sie dabei immer wieder nach vorne. Die Stimmung
im Stadion war generell äußerst Spielabhängig,
bekanntlich hat es die Ultrá-Kultur noch nicht über den
Ärmelkanal herüber geschafft. Es gab viele Phasen in denen
gar keine Gesänge zu hören waren. Gab es sie dann doch
einmal, so konnten sie besonders auf Gästeseite eine passable
Lautstärke erreichen. Der Heimblock war in der Nähe des
Gästeblocks auf der Hintertortribüne zu finden, konnte
allerdings keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Trotzdem, das
gesamte Publikum ging recht gut mit und gab besonders bei
Fehlentscheidungen des Schiris lautstark ihren Unmut kund. Noch nie
zuvor Sätze mit so vielen F***-Wörtern gehört! Die
Gäste hatten letztlich die wohl bessere Chancenverwertung, so dass
das Spiel klar an die Jungs aus Ipswich ging.
Da war er nun, der angebrochene Nachmittag. Was tun? Da es mein erster
Besuch in London war, stand erstmal eine ganze Menge Sightseeing auf
dem Plan. Also zurück zur Victoria Station und von dort per
Fußmarsch zum Buckingham
Palace,
dem Big Ben und dem London Eye. Dann ging es zum Piccadilly Circus mit der
bekannten
Werbetafel und zum bekannten Sportartikelgeschäft Lillywhites, wo
es Markenklamotten zu Hammerpreisen gab. Eigentlich wollte man hier am
nächsten Tag noch einmal vorbeischauen und das eine oder andere
Schnäppchen schlagen, doch um eine halbe Stunde wurden die
Öffnungszeiten verpasst. Shit happens! Noch schnell einen Blick
auf die Straßen von Soho und Chinatown und schon ging es wieder
zur Victoria, von der nach 10 Minuten Fußweg wieder mein Hostel
erreicht wurde, in dem dann ausreichend Schlaf für den
nächsten Tag getankt werden konnte.
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