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Heute
machte man sich zu Fünft per Asi-Ticket auf den Weg in den
wunderschönen Kohlenpott. Auf dem Zettel stand eine Partie von
Eintracht Gelsenkirchen im Südstadion, dort konnte mir am
Vormittag jedoch im Gegensatz zu Wanne-Eickel niemand telefonisch
zusichern, dass das Spiel aufgrund der Wetterlage auch sicher
stattfindet oder nicht vielleicht noch auf den Nebenplatz verlegt wird.
Also raus aus dem Zug in Wanne-Eickel Hbf und aufgrund ausreichender
Zeitreserven noch
eben beim Ascheground der Sportfreunde Wanne (mit kleiner
Tribünenüberdachung) vorbeigeschaut. Um 12:45 Uhr sollte hier
das Spiel der zweiten Mannschaft stattfinden. Doch 3 Euro Eintritt
für einen Kreisliga B-Kick schreckte die Runde ab und so ganz
alleine wollte man hier bei nasskalten Temperaturen um den Nullpunkt
auch nicht ausharren. Na gut, dann noch eben beim goldenen M
vorbeigeschaut und ab in die Straßenbahn Richtung Sportpark.
Hier konnte frühzeitig der Ground geentert werden, die Kassen
waren noch nicht besetzt. Es folgte helle Aufregung und
urplötzlich wildes Treiben bei den Herren des heimischen DSC, denn
mit allen Mitteln wurde nun versucht so schnell wie möglich einen
Kassierer aufzutreiben! Man solle sich benehmen, hieß es nachdem
man sich Unser angenommen hatte.
Scheinbar wurden wir hier für Gästefans gehalten, ehe wir uns
letztlich als reisefreudige Meppen-Anhänger outeten. Nun gab es
zahlreiche Geschichten eines Wanner Urgesteins rund um seinen Verein,
von der Zweitligavergangenheit Ende der 70er Jahre bis hin zur
Gegenwart. Nach einer heißen Waffel ging es rüber zur mit
einigen Hundert Sitzschalen
ausgestatteten Tribüne, um es sich dort bequem zu machen. Die
restlichen Seiten des
Leichtathletikovals sind durch zahlreiche Stehstufen mit gelb-schwarzen
Wellenbrechern ausgebaut. Seit dieser Saison bietet die Anlage auch
Regionalligist Schalke 04 II eine Heimat. Im Spiel 4.-5. der
Westfalenliga-Staffel 2 schaffte es der Gastgeber in 65-minütiger
Überzahl nicht den Gegner zu kontrollieren. Der Führung nach
gut einer halben Stunde folgte schon kurz darauf der Ausgleich. Dabei
blieb es vor den Augen der gut 200 Zuschauer dann auch. Eine
nennenswerte Fanszene scheint es weder beim Hausherren noch bei den
Gästen aus dem Sauerland zu geben. Den Asi-Oscar verdienten sich
2-3 Heimfans mit gefühlten 3,8 Promille, welche die Spieler und
das Publikum mit den sinnlosesten Liedern und Anfeuerungen
belästigten. Armes Wanne, bei solchen Gestalten!
Auf der Rückfahrt konnte man sich ein weiteres Mal von der
Kundenfreundlichkeit und dem Service der DB überzeugen. So gab es
eine 15-minütige Verspätung der Regionalbahn nach
Münster (was ja noch okay ist), bei 15-minütiger Umsteigezeit
zum Emsland-Express. Also schnellstens zum anderen Gleis rüber, wo
der gesuchte Zug noch bereit stand. Hier blieb er noch knapp eine halbe
Minute stehen ohne dass sich die Türen öffnen ließen,
ehe knapp 50 Zugfahrer auf dem Bahnsteig zurück gelassen wurden.
Na vielen Dank auch! Nach einem Snack ging es dann eine Stunde
später weiter ins Emsland.
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