TuS Koblenz
1 - 1
1. FC Nürnberg
26. Oktober 2008
Sonntag, 14:00 Uhr
2. Bundesliga
9.513 Zuschauer
(500 Gäste)
  Stadion Oberwerth (15.000)
Jupp-Gauchel-Straße 10
56075 Koblenz-Oberwerth
Rheinland-Pfalz
Ein Besuch in Koblenz-Oberwerth brannte mir seit knapp zwei Jahren unter den Nägeln, handelt es sich beim TuS doch um einen Profiverein, welcher noch so gerade im Bereich des eigenen Nahverkehrs liegt. Vor vier Jahren spielte der Verein noch in der Oberliga Südwest. Die Spuren lassen sich aufgrund von Infrastruktur und Organisation rund ums Stadion auch heute noch erkennen, was ja aber nicht negativ sein muss und gar nicht mal so unsympathisch wirkt. Ohne Taschen- oder Leibeskontrolle durfte ich mit meinem Stehplatzticket (Block 4 - riesen Fehler!) auf die Sitzplatztribüne hinter dem Tor marschieren. Merci! Vor dem Spiel gab es ein ganz besonderes Highlight, nämlich das "Schängellied", was so in etwa an ein Kinderlied der 60er Jahre erinnert. Der TuS musste sich am vergangenen Wochenende mit einer 9-0 Rekordniederlage aus Rostock verabschieden, dennoch wollten sich heute immerhin knapp 9.500 Zuschauer das Spiel gegen den Club aus Nürnberg nicht entgehen lassen. Darunter auch knapp 500 Gäste, welche teilweise mit lauten Gesängen glänzen konnten und insgesamt wirklich gut gefielen. So waren es die Nürnberger, welche die Stimmhoheit im Stadion hatten. Der Heimblock war immer wieder in Action zu sehen und um lautstarke Gesänge bemüht, was teilweise ganz gut klappte. War okay, aber auch wahrlich nichts Besonderes. Zu Spielbeginn wurde eine kleine Choreo in Form blauer und gelber Pompons mit der Überschrift "Auch an chaotischen Tagen stehen wir zu unseren Farben!" präsentiert. Beim Stadion Oberwerth handelte es sich ursprünglich um eine weitläufige Anlage mit rundherum Stufen sowie einer kleinen aber feinen Sitztribüne. Mittlerweile wurden die alten Stufen teilweise mit Stahlrohrtribünen (gegenüber der alten Tribüne sowie in einer Kurve) überdeckt, weitere Stehtraversen wurden komplett erneuert, so dass alles etwas zusammengewürfelt wirkt. Da es nur sehr vereinzelte Shuttlebusse gab (und diese erst auf dem halben Weg zum Bahnhof zu finden waren), ging es auf dem Rückweg zu Fuß vom Stadion zum Koblenzer Hauptbahnhof. So ging es über Köln und Münster ohne besondere Vorkommnisse wieder in die Heimat.



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