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Ein
Besuch in Koblenz-Oberwerth brannte mir seit knapp zwei Jahren unter
den Nägeln, handelt es sich beim TuS doch um einen Profiverein,
welcher noch so gerade im Bereich des eigenen Nahverkehrs liegt. Vor
vier Jahren spielte der Verein noch in der Oberliga Südwest. Die
Spuren lassen sich aufgrund von Infrastruktur und Organisation rund ums
Stadion auch heute noch erkennen, was ja aber nicht negativ sein muss
und gar nicht mal so unsympathisch wirkt. Ohne Taschen- oder
Leibeskontrolle durfte ich mit meinem Stehplatzticket (Block 4 - riesen
Fehler!) auf die Sitzplatztribüne hinter dem Tor marschieren.
Merci! Vor dem Spiel gab es ein ganz besonderes Highlight,
nämlich das "Schängellied", was so in etwa an ein Kinderlied
der 60er Jahre erinnert. Der TuS musste sich am vergangenen Wochenende
mit einer 9-0 Rekordniederlage aus Rostock verabschieden, dennoch
wollten sich heute immerhin knapp 9.500 Zuschauer das Spiel gegen den
Club aus Nürnberg nicht entgehen lassen. Darunter auch knapp 500
Gäste, welche teilweise mit lauten Gesängen glänzen
konnten und insgesamt wirklich gut gefielen. So waren es die
Nürnberger, welche die Stimmhoheit im Stadion hatten. Der
Heimblock war immer wieder in Action zu sehen und um lautstarke
Gesänge bemüht, was teilweise ganz gut klappte. War okay,
aber auch wahrlich nichts Besonderes. Zu Spielbeginn wurde eine kleine
Choreo in Form blauer und gelber Pompons mit der Überschrift "Auch
an chaotischen Tagen stehen wir zu unseren Farben!" präsentiert.
Beim Stadion Oberwerth handelte es sich ursprünglich um eine
weitläufige Anlage mit rundherum Stufen sowie einer kleinen aber
feinen Sitztribüne. Mittlerweile wurden die alten Stufen teilweise
mit Stahlrohrtribünen (gegenüber der alten Tribüne sowie
in einer Kurve) überdeckt, weitere Stehtraversen wurden komplett
erneuert, so dass alles etwas zusammengewürfelt wirkt. Da es nur
sehr vereinzelte Shuttlebusse gab (und diese erst auf dem halben Weg
zum Bahnhof zu finden waren), ging es auf dem Rückweg zu Fuß
vom Stadion zum Koblenzer Hauptbahnhof. So ging es über Köln
und Münster ohne besondere Vorkommnisse wieder in die Heimat.
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