Günther-Volker-Stadion (11.000)
Nienburger Straße 28
29225 Celle Niedersachsen
Pünktlich
erreichte ich das Günther-Volker-Stadion und schon vor den
Eingängen musterten mich erste dunkle Gestalten. Bei Spielen gegen
den TuS Heeslingen hatte es in den letzten Jahren schon heftig
gescheppert. Doch mit der Auflösung von Inferno Heeslingen
löste sich auch die Fanszene in Heeslingen weitestgehend auf, so
dass die Mitglieder der Celler Szene heute stillschweigend und ohne
große Kraftakte hinter einer Zaunfahne das Spiel verfolgen
konnten. Und was für ein Spiel das war! Nach dem
zwischenzeitlichen 1-2 gab es in der zweiten Spielhälfte noch
satte fünf Tore zu sehen. Schon nach 52 Minuten hieß es 1-4,
zehn Minuten vor Schluss hingegen schon 3-4. Doch mit dem Schlusspfiff
erhöhte der letztjährige sportliche Aufsteiger in die
Regionalliga (welcher aufgrund der hohen Auflagen verzichten musste)
auf 3-5 und machte somit alles klar. Der TuS Celle spielte zuletzt von
1994 bis 2000 in der Regionalliga Nord und wurde 1995/96 gar
Herbstmeister. Die erfolgreichsten Jahre liegen schon einige Zeit
zurück, doch gespielt wird immer noch im alten Stadion an der
Nienburger Straße. Und das ist gar nicht Mal so schlecht. Es
verfügt über eine große überdachte
Sitztribüne sowie eine kombinierte Steh- und Sitztribüne auf
der gegenüberliegenden Seite. Beide Hintertorseiten sind durch
unüberdachte Stehstufen ausgebaut, so dass man insgesamt auf eine
Kapazität von knapp 11.000 kommt. Die Rückfahrt wurde noch
ganz interessant. So ließ man sich während der Bahnfahrt von
einer jungen angehenden Staatsanwältin von einer mehrmonatigen
Reise in den Irak berichten. Auch nicht schlecht! Nach 2.817
Tourenkilometern war dann Endstation und mit dem Gewissen das
Wochenende Sinnvoll genutzt zu haben ging es bald ab in die Heia.