2.
Oktober 2008
Donnerstag, 20:30 Uhr
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UEFA-Pokal,
1. Runde Rückspiel
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18.139
Zuschauer
(5 Gäste)
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Amsterdam ArenA (51.628)
Arena Boulevard 1
1101 Amsterdam Zuidoost
Niederlande
(Noord-Holland)
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Lange
Wochenenden sind schon eine besonders tolle Erfindung, denn wer
wüsste es nicht, an langen Wochenenden kann man gut Stadien
sammeln! Eingeläutet werden sollte das Spektakel mit einem Besuch
eines Europapokalspiels in der Amsterdamer Arena, ehe es
anschließend nach Frankreich gehen sollte. Am Treffpunkt
Salzbergen Bahnhof wurde man gegen 16:30 Uhr von den beiden
Hannoveraner Arminen Jens und Torsten aufgelesen,
mittels Mietwagen
sollte die kleine Tour also zu Dritt gemeistert werden.
Nach knapp
drei Stunden Fahrt auf der nassen Autobahn wurde die
niederländische Hauptstadt
auch schon erreicht. Der Parkplatz nahe der Arena schlug gleich mit 10
€ zu Buche! Happig, doch besser als eingeschlagene Scheiben beim Parken
in irgendwelchen Seitenstraßen. Sie wirkt sehr beeindruckend, die
Amsterdam Arena. Doch wie ein Fußballstadion wirkt sie nicht. Es
ist eben eine Multifunktionsarena, eine mit Parkhaus unter dem Stadion,
mit Rolltreppe in die oberen Ränge, eine in der heute bei komplett
geschlossen Dach Fußball gespielt wurde. Verpflegung gab es nur
per Arena-Card, doch zum Glück gab es noch vor diesem Bauwerk gute
und günstige Frittes special. Nach dem die reservierten Tickets
für 19 € pro Nase
abgeholt werden konnten, ging es per elektronischer Einlasskontrolle
und einem Vergleich des Persos mit der Stadionverbotsliste rein in die
doppelstöckige All Seater Arena, welche sich nach und nach mit
knapp 18.000 Zuschauern füllte. Ajax empfing nun also den
serbischen Club FK Borac, welcher bereits im Hinspiel mit 4-1
abgefertigt werden konnte. Kein sehr interessanter Gegner, doch
wenigstens war die Kartenfrage hier im Gegensatz zu den Ligaspielen ein
Kinderspiel. Vor dem Spiel wurde man Zeuge eines Rituals, denn hier bei
Ajax wird Minuten vor Anpfiff eine Art Walzer gespielt bei dem alle
Zuschauer brav ihre weißen Plastikfähnchen in die Hand
nahmen (welche mit der heutigen Spielbegegnung bedruckt wurden) und sie
taktvoll dabei schwenkten. Dürfte bei vollem Haus
sicherlich ganz nett wirken. Der Fanblock rund um Vak 410 war immer mal
wieder gut in Bewegung und gab oftmals ein ansprechendes Bild ab,
konnte jedoch in Sachen Kreativität und Ausführung in der
Kategorie Gesang oftmals nur mäßig punkten. Zusatzpunkte gab
es durch die stylischen Schwenker und Zaunfahnen sowie dem Einsatz
einer
Bengale in der zweiten Spielhälfte. Das
Spiel war kein besonderes, lange Zeit sah es gar nach einem
torlosen Unentschieden aus. Erst in den letzten 20 Minuten konnte Ajax
zwei Treffer erzielen.
Das Spiel ging Zuende und irgendwie war man froh keine völlig
zugedröhnten Leute mehr im Nacken zu haben, bei denen man jede
Sekunde fürchten musste mit ihren Mageninhalt Bekanntschaft zu
schließen. Im Treppenhaus waren immer wieder Kanonenschläge
zu hören und die Meute freute sich daran. Draußen wurde
einem dann klar dass ein geschlossenes Dach doch etwas sinnvolles sein
kann, schüttete es doch nun wie aus Kübeln. Also fix zum Auto
und die 250 km zum ETAP-Hotel Raeren Aachen runtergerattert, welches
nur wenige Meter hinter der Grenze in Belgien liegt.
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