Internationales Testspiel in
Erkenschwick, und ich war dabei. Es war eine gute Gelegenheit für
den Besuch des Stimbergstadions, zumal Heimverein SpVgg Erkenschwick
aufgrund der Ligareform gerade den Weg von der vierten in die sechste
Liga antreten musste. Portugals Meister FC Porto und der Griechische
Erstligist PAOK aus der zweitgrößten Stadt des Landes
Thessaloniki trafen sich nun heute hier in der Mitte ihrer beiden
Trainingslager zum freundschaftlichen Vergleich. Erwartet wurden Zwei-
bis Dreitausend Zuschauer, gekommen waren 511 zahlende. Darunter auch
ein guter Haufen PAOK-Fans, welche einen 90-minütigen teils sehr
überzeugenden Support aus der Schule des "Gate 4" (dem
berühmt berüchtigten Block im PAOK-Stadion) hinlegten. Dabei
gab es zu Spielbeginn eine sehenswerte Bengalo-Einlage. So machen
Testspiele Spaß! Der harte Kern der Supporter konnte dem "P.A.O.K Club Luedenscheid"
zugeordnet werden, laut den Zaunfahnen gab es auch Anhänger aus
Hannover und Brüssel. Portugiesische Fans waren optisch fast nur
durch kleinere Zaunfahnen erkennbar. Das Spiel wurde bereits nach drei
Minuten durch einen verwandelten Handelfmeter von Argentiniens
Nationalspieler Lucho González entschieden. Danach konnten die
zahlreichen Chancen des Weltpokalsiegers von 2004 nicht mehr genutzt
werden. Das Stimbergstadion ist für seinen Verein mittlerweile
völlig überdimensioniert, voll wurde es noch als man nach dem
Krieg in einer Liga mit Schalke 04 spielte oder man in den 60er Jahren
Bayern München im DFB-Pokal empfang. Aktuell fasst dies
weitläufige Leichtathletikstadion knapp 20.000 Plätze,
darunter 1.500 Sitz- und 4.000 Stehplätze auf der überdachten
Tribüne. Der Rest des Runds ist durchgängig mit knapp 25
schmalen Stufen mit Wellenbrechern ausgestattet. Rundum ein
lohnenswerter Besuch am Rande des Ruhrgebiets und ein erfüllter
Feierabend, welcher sich mit einer 2 1/2 stündigen Zugfahrt nach
Hause dem Ende näherte.
Der niederländische Mannschaftsbus von PAOK, Marke "van Hool"