14.
Juni 2008
Samstag, 14:00 Uhr
|
Relegation zur Oberliga Nordost,
Hinspiel
|
2.845
Zuschauer
(2.100 Gäste)
|
Jahnstadion (6.000)
Rudolf-Hartmann-Straße 15
23923 Schönberg (Meckl.)
Mecklenburg-Vorpommern |
|
|
Während die EM im vollen Gange
ist und fast alle Ligen des Landes ihre Saison beendet haben, lassen
sich zwischen Flensburg und Konstanz immer noch die einen oder anderen
Aufstiegsspiele finden. So wie heute in der beschaulichen
Mecklenburgischen Gemeinde Schönberg, wo kein geringerer als der
erste Deutsche Meister Lok Leipzig zum Aufstiegsspiel antrat. Spielte
der Verein nach der Insolvenz vor drei Jahren noch in der 3.
Kreisklasse, so wurden die Probstheida (nach Durchmarsch und Fusion)
nun Vizemeister der Sachsenliga und können durch ein Hin- und
Rückspiel gegen den Vizemeister der Verbandsliga
Mecklenburg-Vorpommern in die Oberliga Nordost einziehen.
Der FC Schönberg dürfte ebenfalls einigen bekannt sein,
schließlich qualifizierte sich der Club Dank mehrfachen Sieges
des Landespokals zwischen 1999 und 2004 jeweils für die erste
Runde des DFB-Pokals. Schönberg selbst ist eine 4.500
Seelen-Gemeinde 20 km
östlich von Lübeck welcher heute Arbeitsplatz von knapp
fünf Hundertschaften war. Aufschwung Ost allez! Der kleine
Dorfbahnhof wurde Zeuge eines Sonderzuges aus der Messestadt und auch
sonst machten sich zahlreiche blau-gelbe auf den Weg in den hohen
Norden. Mehr als 2.000 dürften sich letztlich wohl im mit
Bauzäunen abgesperrten Gästebereich eingefunden haben. Eine
Stahlrohrtribüne mit Holzbrettern, das sollte für 90 Minuten
ihr Zuhause sein. Das Jahnstadion verfügt dazu noch über eine
Tribüne mit 590 Sitzschalen, bleibt sonst aber ohne Ausbau. Man
war gespannt auf den Support der Gäste, sah man sie doch zum
ersten mal. Gab es zunächst noch eine nette Choreo in Form des
Schriftzuges "Der Weg so weit, das Ziel so nah. Oberliga Süd - wie
es
der Stern voras sah!", untermalt mit blau - gelb - blauen Luftballons,
zeigte sich während des Spiels dann schnell dass Lok
supporttechnisch im Verhältnis zur Größe der Fanszene
kaum etwas zu bestellen hat und Chemie in dieser Angelegenheit die
klare Nummer 1 der Stadt sein dürfte. Bekannterweise legen viele
Lok-Anhänger auf andere Dinge mehr wert. Wenn, dann waren
meist ein paar dutzend ultraorientierte Lokisten aktiv. Der Rest war
bis auf
wenige Ausnahmen nur bei den beiden Torjubeln und nach dem Spiel zu
hören. Und die fielen beide in Hälfte eins. Erst später
gelang den Hausherren der Anschlusstreffer, welcher ja für das
Rückspiel nächste Woche noch von Bedeutung sein könnte.
Unterm Strich dürfte Lok der Aufstieg aber kaum noch zu nehmen
sein.
Nach dem noch eine Horde Lübecker am Schönberger Bahnhof
beobachtet werden konnte und aus dem Zug in den ich gerade steigen
wollte eine halbe Hundertschaft heraus kam, ging es für mich mit
dem alten Spiel des Assi Ticket Chauffeurs für notleidende
Bahnfahrer in nur 6 Stunden und 50 Minuten zurück zum
Heimatbahnhof.
|

|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|