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33.
Spieltag und der Wahnsinn nimmt kein Ende! Im Gegenteil, er fängt
erst richtig an! Seit dem der VfB Oldenburg am vergangenen Sonntag eine
Niederlage bei Hannover 96 II einstecken musste und der SV Meppen in
Bergedorf gewann, sind beide Teams punktgleich. Nur Dank der besseren
Tordifferenz lag
Oldenburg vor diesem Spieltag noch auf dem Relegationsrang in Form von
Platz 7 (Heeslingen auf Rang 5 bekommt keine Lizenz). Plötzlich
war wieder alles
möglich! Plötzlich war zumindest die Relegation wieder zum
greifen Nahe! 16 Punkte Vorsprung hatten die Oldenburger vor nicht
allzu langer Zeit vor Meppen, nun ist es kein einziger mehr. Das
Emsland ist in diesen Tagen aus ihrem Dornröschenschlaf
erwacht und die lang ersehnte Euphoriewelle ist endlich da. Waren es
beim letzten Heimspiel nur noch 2.000 verzweifelte
Zuschauer, so pilgerten zum
heutigen Derby gegen Nordhorn Sage und Schreibe 7.100
zahlende Zuschauer ins Stadion, was nicht nur den Saisonrekord sondern
auch den
ewigen Rekord der aktuellen Oberliga Nord darstellt. Dazu kamen
mindestens 2.000 Freikarten zum Einsatz, so dass das Rund mit mehr als
9.000 Zuschauern gefüllt war. Was dann in den kommenden zwei
Stunden abging war der Wahnsinn. Aus allen Ecken des
Stadion wurde die blau-weiße Mannschaft nach vorne
getrieben. Doch nach 34 Minuten der Schock: Tor für die
Grafschafter! Das wäre wohl das Ende der Regionalligaträume.
Aber acht Minuten später fiel schon der Ausgleich durch den immer
wichtiger werdenden Eray Bayraktar. Kaum hatte der Stadionsprecher den
Spielstand verkündet, war es René Wessels der nun zum 2-1
Führungstreffer einnetzte. Was für ein genialer Doppelschlag
direkt vor der Pause! Nun war alles total am ausrasten. Ich kann mich
nicht erinnern wann es solch laute und befreiende
Gefühlsausbrüche im Emslandstadion zuletzt gegeben hat. Der
Wahnsinn! Nach 60 Minuten war es dann wieder Bayraktar welcher zum 3-1
traf. Nordhorns Dennis Brode traf kurz darauf noch zum 3-2, doch es
blieb beim letztlich verdienten Sieg! Nun war jeder total am
Ausflippen! Schon wieder drei Punkte für unsere glorreiche Elf,
drei mehr als wichtige Punkte! Die Stimmung im überfüllten
Fanblock war gut wie nie. Wahnsinn wie viele Leute an diesem Tag
mitzogen und dem Ansingen vom auf dem Zaun stehenden Mane folgten. Zum
ersten mal wurde der Block in zwei Hälften getrennt, welche sich
dann gegenseitig energisch Wechselgesänge zuschmetterten. Auch bei
der Humba nach dem Spiel zog eine gute dreistellige Zahl mit. Was
für eine Party! Der von vielen schon längst verloren
geglaubte Traum von der Regionalliga ist wieder da und erhält
immer mehr Kraft. Dank der Wahnsinns Rückrunde hängt
zumindest die Relegation für den SVM zum greifen Nahe. Nun kommt
es zum entscheidenden Finale in Kiel, doch bis dahin werden noch sieben
schlaflose Nächte vergehen.
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