KSV Baunatal
1 - 3
1. FC Germania-Roden
19. April 2008
Samstag, 15:00 Uhr
Oberliga Hessen
(4. Liga)
130 Zuschauer
(20 Gäste)
Parkstadion (8.578)
Am Parkstadion
34225 Baunatal-Altenbauna
Hessen
Was haben der OSV Hannover, VfR Bürstadt, Röchling Völklingen und der KSV Baunatal gemeinsam? Sie alle spielten mal in der 2. Bundesliga und sind heutzutage nur noch bedingt bekannt. Immerhin, Baunatal tritt zur Zeit noch in der Oberliga dem runden Leder hinterher. Sportlich lief es bis vor einigen Wochen wirklich gut, man stand auf einem Qualifikationsplatz zur neuen Regionalliga. Doch der Verein musste seinen Verzicht bekannt geben, kein Wunder bei diesen übertriebenen Auflagen des DFB. Danach wurden alle drei Spiele ohne selbst geschossenes Tor verloren.

Auch heute lief nicht viel zusammen und es wurde einem sehr schnell bewusst warum sich nur knapp mehr als 100 Zuschauer ins Stadion verirrten. Dabei gab es hier in der Hinrunde noch fünfstellige Zuschauerzahlen. Mit einem 1-3 waren die Baunataler noch gut bedient. Tatsächlich waren es nur die Gäste, welche das Spiel bestimmt haben. Kam der Gastgeber doch mal vors Tor, scheiterte er kläglich. Grund für die Anreise in den Kasseler Vorort war aber weder das Interesse am Spiel oder an dem Geschehen auf den Rängen (pöbelnde Rentner sowie den KSV-Fanblub "Anno 01"), sondern das Baunataler Parkstadion. Ein wirklich sehr schickes Teil, welches durch die Laufbahn und den hohen Wallanlagen hinter den Toren noch viel größer wirkt als es eigentlich ist. Prunkstück ist die ovalförmige Haupttribüne mit ihren 2.578 überdachten Sitzschalen. Ganz im Stil der 70er besteht das Tribünengebäude aus orangen Kacheln und dunklem Holz. Fertiggestellt wurde das Parkstadion 1979, und zwar pünktlich zum Abstieg des KSV aus der 2. Bundesliga. Drei Jahre lang hatte der Verein in der Liga gespielt, während dieser Zeit musste ins Kasseler Auestadion ausgewichen werden. Wirklich tragisch! Weitere 6.000 Zuschauer finden auf den Stehtraversen der Gegengerade Platz, so dass man insgesamt auf 8.578 Plätze kommt.

Nach 90 Minuten Fußball wurde es nun wieder Zeit für die sechsstündige Rückreise. Nach einem Abstecher zum Supermarkt ging es ab zur Bushaltestelle um von hier nach Kassel-Wilhelmshöhe zu fahren. Wie schon auf der Hinfahrt, bot man seine Dienste als Assi-Ticket-Besitzer an und wurde so unter anderem von "weiblich, brünett, hübsch" unterhalten, wofür es dann auch noch etwas für die eigene Brieftasche gab (nein, nicht für die Unterhaltung). Die Antwort auf die Frage wo man denn war und was man gemacht hat wurde mal wieder gekonnt umspielt, hatte ich doch nun wirklich keine Lust die Komplexität des Groundhoppens zu erklären oder warum man sich ein 300 km entferntes Oberligaspiel anschaut bei dem man mit den beiden Vereinen nix am Hut hat. Um das überhaupt zu verstehen müsste man sich eh auch nur einen Hauch für Fußball interessieren. Aber gut, bevor das hier ausartet beende ich diesen Bericht mit den Schlussworten: Morgen ist endlich Derby!



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