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Was
haben der OSV Hannover, VfR Bürstadt, Röchling
Völklingen und der KSV Baunatal gemeinsam? Sie alle spielten mal
in der 2. Bundesliga und sind heutzutage nur noch bedingt bekannt.
Immerhin, Baunatal tritt zur Zeit noch in der Oberliga dem runden Leder
hinterher. Sportlich lief es bis vor einigen Wochen wirklich gut, man
stand auf einem Qualifikationsplatz zur neuen Regionalliga. Doch der
Verein musste seinen Verzicht bekannt geben, kein Wunder bei diesen
übertriebenen Auflagen des DFB. Danach wurden alle drei Spiele
ohne selbst geschossenes Tor verloren.
Auch heute lief nicht viel zusammen und es wurde einem sehr schnell
bewusst warum sich nur knapp mehr als 100 Zuschauer ins Stadion
verirrten. Dabei gab es hier in der Hinrunde noch fünfstellige
Zuschauerzahlen. Mit
einem 1-3 waren die Baunataler noch gut bedient. Tatsächlich waren
es nur die Gäste, welche das Spiel bestimmt haben. Kam der
Gastgeber doch mal vors Tor, scheiterte er kläglich. Grund
für die Anreise in den Kasseler Vorort war aber weder das
Interesse am Spiel oder an dem Geschehen auf den Rängen
(pöbelnde Rentner sowie den KSV-Fanblub "Anno 01"), sondern das
Baunataler Parkstadion. Ein wirklich sehr schickes Teil, welches durch
die Laufbahn
und den hohen Wallanlagen hinter den Toren noch viel größer
wirkt als es eigentlich ist. Prunkstück ist die ovalförmige
Haupttribüne mit ihren 2.578 überdachten Sitzschalen. Ganz im
Stil der 70er besteht das Tribünengebäude aus orangen Kacheln
und dunklem Holz. Fertiggestellt wurde das Parkstadion 1979, und zwar
pünktlich zum Abstieg des KSV aus der 2. Bundesliga. Drei Jahre
lang hatte der Verein in der Liga gespielt, während dieser Zeit
musste ins Kasseler Auestadion ausgewichen werden. Wirklich tragisch!
Weitere 6.000 Zuschauer finden auf den Stehtraversen der Gegengerade
Platz, so dass man insgesamt auf 8.578 Plätze kommt.
Nach 90 Minuten Fußball wurde es nun wieder Zeit für die
sechsstündige Rückreise. Nach einem Abstecher zum Supermarkt
ging es ab zur Bushaltestelle um von hier nach Kassel-Wilhelmshöhe
zu fahren. Wie schon auf der Hinfahrt, bot
man seine Dienste als Assi-Ticket-Besitzer an und wurde so
unter anderem von "weiblich, brünett, hübsch" unterhalten,
wofür es dann auch noch etwas für die eigene Brieftasche gab
(nein, nicht für die Unterhaltung). Die Antwort auf die Frage wo
man denn war und was man gemacht hat wurde mal wieder gekonnt umspielt,
hatte ich doch nun wirklich keine Lust die Komplexität des
Groundhoppens zu erklären oder warum man sich ein 300 km
entferntes Oberligaspiel anschaut bei dem man mit den beiden Vereinen
nix am Hut hat. Um das überhaupt zu verstehen müsste man sich
eh auch nur einen Hauch für Fußball interessieren. Aber gut,
bevor das hier ausartet beende ich diesen Bericht mit den
Schlussworten: Morgen ist endlich Derby!
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