SV Lurup
5 - 1
SV Meppen
13. April 2008
Sonntag, 15:00 Uhr
Oberliga Nord
(4. Liga)
312 Zuschauer
(120 Gäste)
Jonny-Arfert-Anlage im Uwe-Einsath-Stadion (6.000)
Flurstraße 7
22549 Hamburg-Lurup
Hamburg
Nee, oder? Hab ich schlecht geträumt oder ist das nun wirklich passiert? Eine 1-5 Klatsche beim Aufsteiger aus Lurup! Unglaublich! Da war unser Team bis auf drei Punkte zu Platz 6 vorgerückt und brachte den Fans zumindest noch ein Fünkchen Hoffnung auf den Relegationsplatz, und dann sowas! Vielleicht war das Team dem Druck nicht gewachsen, doch solch eine katastrophale Leistung mit so vielen Komplettausfällen abzuliefern kann einfach nicht entschuldigt werden. Da standen Spieler auf dem Platz, die das Fußballspielen von einen auf den anderen Moment komplett verlernt haben zu schienen, und das gegen einen gar nicht mal sooo starken Gegner! Was war bloß mit unserem Team los? Wie konnte es zu einer solchen Arbeitsverweigerung kommen?

Schon nach zehn Minuten ging der Gastgeber, welcher 1984 in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga stand und 1997 noch in der Regionalliga spielte, mit 1-0 in Führung. Richtung grausam wurde es dann in Hälfte zwei. Dem zweiten folgte der dritte Treffer der Hamburger. Da half auch N'goles Anschlusstreffer zum 3-1 nichts mehr, stattdessen landete ein viertes und fünftes mal der Ball im Kasten von Marcus Antczak. Inzwischen wurden die gegnerischen Tore in der höchsten Meppener Punktspielniederlage seit fast fünf Jahren (damals im September 2003 setzte es ein 1-6 in der Grafschaft) schon von den Gästeanhängern ironisch bejubelt. Heiß her ging es nun in der Schlussphase. Danny Cornelius ließ sich nach 90 Minuten zu einem Frustfoul hinreissen, so dass er die rote Rote Karte vors Gesicht gehalten bekam. Ein Luruper Spieler brachte der Einstieg so in Rage, dass er über den Platz angerannt kam und nun anfing wild rumzubrüllen und zu schubsen, was ihm die gelb-rote Karte einbrachte und auch die wenige Meter vom Geschehen entfernten Gästefans in Aufruhr brachte. Ein wenig Gerüttel am Zaun, und schon lag ein Teil davon flach. Wut, Trauer und Enttäuschung trafen aufeinander und der Gedanke mit dem Zug erst in sechs Stunden Zuhause zu sein war auch nicht der schönste, wollte man nun doch einfach nur noch nach Hause.

Der Traum Regionalliga scheint geplatzt zu sein, da half auch der Aufruf des Meppener Anhangs nichts. "Lasst unsere Träume nicht zerplatzen!" hieß es auf einem Spruchband zu Beginn des Spiels, welches von einigen Dutzend blauen und weißen Luftballons untermalt wurde. Der Support der Meppener in der ersten Hälfte war durchaus anhaltend und gut, verflachte mit dem Spielverlauf aber immer mehr bis es in den letzten 30 Minuten fast gar keinen Support mehr gab. Knapp 120 Emsländer dürften es insgesamt gewesen sein, welche ihren Platz hauptsächlich auf der überdachten Stehtribüne einnahmen. Die andere Gerade dieses Leichtathletikstadions besteht aus einer langgezogenen Sitztribüne, die Kurven hingegen müssen ohne Ausbau auskommen. Ein wirklich schicker Ground! Auf Seiten der Luruper sangen knapp acht Jungs mit Hilfe eines Megaphones. Allesamt müssen wohl noch ein paar Jahre warten bis der Stimmbruch vorbei ist. Jaja, schon drollig diese kleinen Racker! Ich wünschte unsere Mannschaft hätte heute nur halb so viel Durchschlagskraft gehabt wie diese Jungs!






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