6.
April 2008
Sonntag, 15:00 Uhr
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Hamburg-Liga
(5. Liga)
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280
Zuschauer
(40 Gäste)
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Wilhelm-Rupprecht-Platz (5.000)
Steilshooper Straße 210
22307 Hamburg-Barmbek
Hamburg |
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Während sich meine drei
Mitfahrer
heute nach Kiel verloren, setzte ich mich am Morgen in den Schleswig-Holstein-Express
nach
Hamburg. Bereits um 10:45 Uhr sollte hier mit einem Hamburg-Liga-Spiel
beim
SC Condor das erste Match des Tages angesteuert werden. Doch ein
kleines
Schild am Eingang des Platzes am Berner Herrweg schaffe es mich mit
seiner Aufschrift: "Rasenplatz gesperrt" zu verärgern. Aber es gab
ja
noch Alternativen. Rein in den Bus und die U-Bahn und raus vor dem
Hein-Klink-Stadion des SV Billstedt-Horn, dessen gut ausgebauter
Grandplatz durchaus Charme hat und auf dem das Spiel der zweiten
Mannschaft wohl nicht allzu leicht abgesagt wird. Wurde es auch nicht!
Stattdessen machten sich die Spieler auf dem angrenzenden Rasenplatz
warm, welcher trotz Hauptplatz wesentlich schlechter ausgebaut ist. Ich
entschied mich zu bleiben, immerhin besser als nichts. Die Frage der
Billstedter ob ich denn der Schiedsrichter sei, musste ich dann leider
verneinen. Der richtige Schiri kam einfach nicht und es musste zum
eigentlichen Spielbeginn noch ein neuer Pfeifenhannes angefordert
werden.
Da ich nun gar keine Zeit und keinen Nerv auf sowas hatte, ging es
für mich nun direkt weiter nach Barmbek, wo heute endlich der
Besuch des Traditionsclubs HSV BU nachgeholt werden sollte. Inzwischen
hagelte es kräftig und ich sah schon vor Augen dass dieser Tag
ohne Spiel enden würde. Doch ich hatte Glück, pünktlich
um 15 Uhr wurde das Spiel des Heimatvereins von Andreas Brehme gegen
den aktuellen Tabellenführer vom SC Victoria angepfiffen. Zwei
Minuten waren gespielt als der Gast durch einen Heber ins Eck das 0-1
erzielte. In Hälfte zwei dann der verdiente Ausgleich der
Hausherren. Trotz zwei verlorener Punkte klopft Victoria nun weiterhin
an das Tor der Relegationsrunde zur Regionalliga. Es ist der einzige
Verein aus dieser Liga, welcher sich für die Lizenz beworben hat.
Und vielleicht sind auch dann noch die "neuen" Fans der Victoria dabei.
Tatsächlich scheint sich bei "Vici" eine kleine Fanszene
aufzubauen, in Form von einigen ultraorientierten Jugendlichen. Einige
kleine Bengalen und Fahnen zeigten die knapp zehn Jungs, dessen
durchschnittsalter wohl bei 15-16 liegen dürfte. Davor die
"Nordkaos"-Zaunfahne und später ein farbiges Spruchband mit der
Aufschrift "In Hamburg bricht das Kaos aus!". Der Support war zwar
verständlicher Weise nicht laut, dafür aber
"verhältnismäßig" abwechslungsreich. Die BU-Fanszene hingegen scheint zumindest
"echt" zu sein. Gelegentlich waren auch von ihnen Sprechchöre zu
hören, darunter mit "Morgen wieder Schule, ohohohooo" auch
Sticheleien für die Gegengerade. Apropro Gegengerade, kommen wir
noch kurz zum Stadion: Der Rupprechtplatz bietet offiziell 7.000
unüberdachte Plätze, darunter 1.000 Sitzschalen entlang einer
Geraden. Auf der gegenüberliegenden Seite sind es 10 Stufen, die
Hintertorseiten sind nur teilweise ausgebaut. Für die
Zweitligasaison 1974/75 war diese Anlage nicht geeignet, so musste der
Verein damals ins ehemalige Stadion des Hamburger SV an den Rothenbaum
ausweichen. Es war die einzige Saison von BU in der 2. Bundesliga. In
den 80er Jahren wurde man bis in die Bezirksliga durchgereicht, danach
wurde mit Ausnahme der Oberligasaison 2003/04 auf Verbands- und
Landesebene gespielt.
Schon wieder viel zu viele Worte für dieses Spiel, weswegen ich
dann auch wieder zum Ende kommen möchte. Mit dem 24. Hamburger
Ground im Gepäck ging es über Bremen, Osnabrück und
Rheine wieder nach zum Heimatbahnhof. Fazit dieser kleinen Tour in den
Norden: Horsens hat Spaß gemacht und in Hamburg ist man immer
wieder gerne.
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