19.
Januar 2008
Samstag, 17:00 Uhr
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Tercera División - Grupu 5 Catalunya
(4. Liga Spanien)
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800
Zuschauer
(10 Gäste)
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Mini Estadi (15.276)
Avinguda del Doctor
Marañón
08028 Barcelona
Spanien (Catalunya) |
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Während
in Deutschland der Ball ruht, wird in anderen Ländern schon wieder
gespielt. Zum Glück gibt es die Billigflieger, mit denen man
zum Taxipreis in diese fernen Länder kommen kann. Die Wahl fiel
auf einen RyanAir-Flieger nach Spanien, denn 26 € für einen Hin-
und Rückflug inklusiver
aller Gebühren sind nun wirklich ein echtes Schnäppchen und
der Reiz einmal ein Spiel im Nou Camp zu sehen war groß. Schon am
Freitag abend machte ich mich mit der Bahn auf den Weg nach Bremen, wo
am nächsten Morgen um 6 Uhr der Flieger nach Girona Costa Brava
abheben sollte. Vor der Schließung des Flughafens um 23 Uhr
konnte es sich auf den gepolsterten Bänken bequem gemacht werden.
Nur einmal wurde man nach dem Flugticket gefragt, dann wurde mir eine
gute Nacht gewünscht und versprochen dass ich nun bis zur
Öffnung des Flughafens um 3 Uhr nicht mehr gestört werden
sollte. So war es dann auch, es schien als wäre ich völlig
alleine im Flughafen. Bestens! Am frühen morgen konnte auch
Jörg begrüßt werden, nun war die Tourbesatzung auch
schon komplett. Nach dem Boarding und 140 Minuten Flug erreichten wir
katalonischen Boden. Vom Airport ging es mit dem Bus (2,05 €) ins
Zentrum von Girona, um von dort mit einem Regionalzug (5,90 €) ins knapp 95
km entfernte Barcelona zu fahren. Die Laune stieg immer mehr, denn
statt regnerischen 6 Grad welche Zuhause herrschen, wurde man hier mit
sonnigen 20 Grad empfangen. Sehr Willkommen mitten im Januar! Nun
musste erst einmal die Hostelfrage geklärt werden, was gar nicht
mal so einfach war da die zunächst angesteuerten Hostels an der La
Rambla entweder zu teuer oder
ausgebucht waren. Letztlich fiel die Wahl auf das Hostel Windsor an der
Ramba de Catalunya, wo man mit 10 € pro Nacht im
Mehrbettzimmer dabei war. Wie sich später herausstellte hielt der
Name nicht das was er versprach. Saftladen!
Nach einer ausgiebigen Stadtbesichtigung stand nun das erste Spiel auf
dem Programm. Leider kein Profispiel, dann das hätte uns den
Länderpunkt Andorra am nächsten Tag gekostet. Die
Länderpunktgeilheit hat also mal wieder gesiegt. Die Metro
führte uns bis zur Station Collblanc, wo nach wenigen Hundert
Metern das Camp Nou und das angrenzende Mini Estadi erreicht wurden.
Hier bat heute die zweite Mannschaft des FC Barcelona zum Vergleich
gegen Manresa. Das Mini Estadi ist so etwas wie das Nou Camp in
Kleinformat. Hier werden Spiele des B- und C-Teams, einiger
Juniorenteams des FC Barcelona sowie gelegentlich Spiele der
andorrianischen Nationalmannschaft ausgetragen. Es bietet 15.276
Sitzschalen auf zwei Rängen und ist auf einer Seite
überdacht. Absolut schick das ganze! Auch das Spiel war sehr gut
anzusehen, die Barça-Youngstars zeigten eine Galavorstellung und
spielten den Gegner mit sehenswerten Spielzügen an die Wand. Da
dürfte sicherlich der eine oder andere kommende Nationalspieler
dabei gewesen sein. Mit 3-1 war Manresa letztlich noch gut bedient.
Auch eine kleine Gruppe junger Heimfans war da, welche ein Spruchband
präsentierte und eine Trommel einsetzte (etwas mehr
Rhythmusgefühl würde da allerdings von Vorteil sein).
Nach dem Schlusspfiff sollte es mit der Metro einmal quer durch die
Stadt zu einem 20 Uhr A-Junioren-Spiel im 18.000 Zuschauer fassenden
Viertligastadion von UE Sant Andreu, dem Estadi Narcís Sala
gehen. Man wusste das es in der Nähe an der Metro-Station Torres i
Bages liegen sollte und an der Straße Santa Coloma. Schnell
wurden Flutlichter gesichtet, also erstmal hin da... Hm, das kann
doch nicht das gesuchte Stadion sein. Nein, man stand nun auf der
Anlage von "Trinitat Vella", auf dessen Sandplatz (!!!) gerade ein
anderes Junioren-Spiel Zuende ging. Inzwischen wurden fast 10 Passanten
gefragt, doch niemand schien den gesuchten Ground zu kennen. Gibts doch
nicht! Mittlerweile war es so spät dass sich eine Weitersuche
nicht gelohnt hätte, es blieb nichts anderes übrig als
aufzugeben. Innerlich mächtig angefressen wurde nun nach einem
kleinen Snack das Hostel angesteuert. Wie sicher später
herausstellte waren wir nur knapp 1.000 Meter vom Ziel entfernt.
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