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Nach
zwei Spielausfällen in Folge ging es für den SV Meppen heute
endlich wieder um Punkte. Es war das Auswärtsspiel in Heeslingen,
einem Dorf zwischen Hamburg und Bremen. Der Aufsteiger spielt eine
überraschend gute Saison und steht zurzeit auf dem achten
Tabellenplatz, Meppen hingegen auf Rang 14. Im Emsland-Express konnten
am frühen morgen nur 16 Fans gezählt werden. Doch mal
ehrlich, es war ein echtes Rumgekurve! Erst mit dem Zug über Leer
und Bremen nach Rotenburg/Wümme, dann mit dem Linienbus weiter
nach Sittensen und von dort 13 km mit zwei Großraumtaxen nach
Heeslingen. Der wirklich freundliche Busfahrer bestellte dabei
höchst persönlich die Taxen mit den Worten "wir haben hier 20
Meppener Hooligans welche nach Heeslingen müssen". Lockerer Typ,
machte für uns während der einstündigen Busfahrt sogar
einen Pinkelstopp, weitere Fahrgäste gab es ja schließlich
nicht. Irgendwo in einem Waldstück lag dann der Sportplatz,
welcher überpünktlich erreicht wurde. Es tauchten immer mehr
bekannte Gesichter auf, so das es letztlich knapp 70-80 Emsländer
waren. Zum Anstoß wurde dann das Spruchband "Schenkt uns ein
wenig Hoffnung!" präsentiert, welches wohl allen Meppenern aus der
Seele sprach. Später kam hinter dem eigenst angefertigen "95 Jahre
SV Meppen"-Banner noch ein wenig Rauch zum Einsatz. Man war gespannt
wie sich die Mannschaft heute präsentieren würde, gab es doch
zuletzt noch eine Niederlage beim Tabellenschlusslicht. Sollten wir
heute etwa den ersten Auswärtserfolg der Saison für uns
verbuchen? Ja tatsächlich! Zwei Wessels (40.+50.) und ein mal
Bayraktar (58.) sorgten für die Entscheidung, der Anschlusstreffer
des Teams von Trainer Torsten Gütschow blieb wirkungslos. Dann in
der 91. Minute bekam Heeslingen einen Elfmeter zugesprochen. Doch
Antczak parierte und zeigte wie immer gute Reflexe. Es blieb beim
verdienten 1-3! Die Stimmung unter den Gästen war inzwischen gut
angeheizt und ging für die Anzahl der mitgereisten Supporter
wirklich in Ordnung. Auch eine Humba mit der Mannschaft durfte nicht
fehlen. Das Taxi wartete aber schon wieder, diesmal ging es ins 5 km
entfernte Zeven, wo schon bald der Bus nach Bremen bereit stand. Ein
erfolgreicher Jahresabschluss, immerhin. Nun kann man nur hoffen dass
sich in der Winterpause noch einiges tut und der SVM doch noch die
Kurve in richtung Regionalliga kriegt. Es bleibt spannend!
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