Nur fünf Tage nach dem letzten Besuch ging es
schon wieder ins Nachbarland. Vom altbewährten Treffpunkt
Salzbergen Pendlerparkplatz waren es für uns mittlerweile vier
Stadiontouristen noch knapp 180 km bis zur friesischen Stadt
Leeuwarden. Inmitten von Billigdiscountern und Einkaufscentern wurde es
dann gefunden, das Cambuurstadion, einem überdachten All-Seater
mit 10.000 Plätzen auf vier freistehenden Tribünen. Heutiger
Kostenpunkt für den Eintritt: Zwei Euro! Im Spiel
des Siebzehnten gegen den Zehnten machte der Gastgeber von Beginn an
Druck und kam zu zahlreichen guten Torchancen. Doch Veendam traf in der
Nachspielzeit der ersten Hälfte zum Führungstreffer. Cambuur
traf später zum verdienten Ausgleich. Die beiden Fangruppen
standen heute fast direkt nebeneinander. Die Cambuur-Supporter konnten
phasenweise laut werden, von einem durchgängigen Support kann aber
keine Rede sein. Eine Humba wird hier im Gegensatz zu Deutschland nicht
als im sitzen und aufspringen gefeiert sondern als Gesang während
des Spiels. Optisch präsentierten nicht mehr als ein Spruchband
mit der Aufschrift "Bloed, zweet en Tra(i)nen", wobei die Begriffe Blut
und Schweiß klar sein dürften, und mit dem letzten Begriff
sowohl "Tränen" als auch "trainieren" gemeint ist. Die Veendam
Fanatics waren hin- und wieder in Bewegung zu sehen und zu hören.
Gleich nach dem Abpfiff ging es auf dem Heimweg, Lingen konnte um
Mitternacht erreicht werden.
Ein
herzlicher Gruß gilt den Jungs aus Veendam, bei denen man leider
nicht persönlich vorbeischauen konnte. Beim nächsten mal
bestimmt ;)