Offenbacher FC Kickers
3 - 2 FC Erzgebirge Aue
19. August 2007
Sonntag, 14:00 Uhr
2. Bundesliga
11.792 Zuschauer
(550 Gäste)
Stadion Bieberer Berg (25.200)
Bieberer Straße 282
63071 Offenbach/Main
Hessen
"So einen Kick würde ich mir nicht mal im Fernsehen anschauen" musste man sich in der Nacht von einem FC Saarbrücken-Anhänger im Zug, welcher gerade vom Oberliga-Auswärtsspiel in Wirges kam, anhören. Er wusste wohl nicht was ich mir sonst angucke! Interessantere Gegner wie die Veilchen aus dem Erzgebirge gibt es für einen Club wie den Offenbacher Kickers allerdings allemal. Doch ein Besuch bei den Kickers auf dem legendären Bieberer Berg stand schon seit längerem weit oben auf meiner Liste und da ich in der Nähe war passte es ganz gut. OFC Kickers vs. Erzgebirge Aue also! Vom S-Bahnhof Offenbach Ost waren es noch knapp 1.000 Meter Fußweg bis zum Stadion, vor dem bis auf die Polizeipräsenz noch nicht allzu viel los war. Immerhin waren noch fast zwei Stunden Zeit. Ich ging früh ins Stadion und schaute wie sich das Rund nach und nach füllte. Ich muss schon sagen - ein tolles Stadion! Toll wohl deshalb, weil an ihm der Zahn der Zeit nagt und weil es eben keine von den hypermodernen Arenen ist. Die überdachte "Waldemar-Klein-Tribüne" fasst so zum Beispiel stolze 10.000 Stehplätze, in einer Zeit in der Stehplätze immer mehr von der Bildfläche verschwinden sicherlich noch etwas Außergewöhnliches (bei einem 25.000er Stadion). Der Gästeblock hinterm Tor wurde dagegen mit eher unattraktiven Stahrohrtribünen aufgestockt. Hinzu kommen zwei Sitztribünen. Vor dem Spiel wurden 10.000 rot-weiße Fahnen im Stadion verteilt, welche dann zum Anstoß von den Zuschauern geschwenkt wurden. Die Stimmung auf dem Bieberer Berg konnte gefallen. Entweder gab es lautstarke Anfeuerungen von der Masse oder aber leise ultraorienierte Gesänge. Mit dabei auch zahlreiche Wechselgesänge und sonstige Scharmützel. Wirklich gut! Die knapp 550 Gäste waren zwar auch aktiv, hören konnte man sie auf der anderen Seite allerdings nicht oder kaum. Offenbach ging bereits nach 10 Minuten in Führung, fing sich kurz darauf aber schon einen Gegentreffer ein. Nach dem 2-1 und 3-1 sah es nach einer klaren Sache aus und das vierte Tor war nur eine Frage der Zeit. Stattdessen drehten die Gäste nun auf, machten den 3-2 Anschlusstreffer und hätten kurz vor dem Abpffiff fast noch den Ausgleich erzielt. Der OFC feierte sich nach dem Spiel selbst, war er doch nun nach dem zweiten Spieltag auf dem zweiten Tabellenrang. Mit dem Gewissen endlich mal wieder etwas in der 2. Bundesliga voran gekommen zu sein, konnte es nun wieder nach Hause gehen. Um 23:15 war für mich die Zugfahrt beendet, es folgte eine halbstündige Autofahrt von Rheine nach Lingen.

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