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Der
Pfingstmontag versprach zumindest in NRW eine ordendliche Anzahl
Spiele. Die Wahl fiel letztlich auf diese Oberligabegegnung zwischen
dem Stadtteilclub aus Mülheim/Ruhr und dem ehemaligen
Bundesligisten aus Krefeld. Dank der "Ausschreitungen" bei der gleichen
Begegnung im Jahr 2005 wurde das heutige Match als Risikospiel
eingestuft und mit einer entsprechenden Polizeipräsenz
ausgestattet. Damals kam es zu einem kleinen "Hooltreffen" vereinzelter
Essener und Schalker um gegen den KFC "anzutreten".
Heute wurden die Anhänger von Speldorf und Uerdingen strikt
getrennt. Die knapp 200 Gäste erhielten die rechte "Wallseite".
Wall gibt es hier immerhin auf drei Seiten. Lediglich eine Seite ist
durch eine Sitztribüne sowie zu den Seiten mit einigen Stehstufen
ausgebaut. Für die Hausherren ging es noch um wichtige Punkte
für den Klassenerhalt. Doch nach 20 Minuten war es der Gast,
welcher in Führung ging. Die Partie war ansehnlich und der
Uerdinger Keeper überragend. Allerdings wurde auch er nach 62
Minuten überwunden! Ausgleich! Mittlerweile spielte man 11 gegen
10. Es blieb beim Unentschieden und dem wichtigen Punkt für die
Hausherren. Aber kommen wir mal zurück zum Geschehen auf den
Rängen: Uerdingen mit einem vielleicht 30-köpfigen
ultraorienierten Stimmungsmob, welcher sich anfangs gesanglich und mit
einigen Schwenkern sowie etwas Rauch in Szene setzte. Mit der zweiten
Halbzeit verflachte der Support immer mehr, bis er gar nicht mehr zu
vernehmen war. Auch wenn eine Humba (mit 14 Mann) bei einem Stand von
0-1 im direkten Abstiegskampf etwas ungewöhnlich erscheint, die
Speldorfer Fans (auf dem Wall vor der Bierbude) gaben ihr bestes und
feuerten ihr Team an. Knapp 15 Minuten vor Spielende wurde der Heimmob
größer, einige finstere Gestalten gesellten sich dazu.
Einige Zeit vorher wurden im Gästeblock Rennereien in richtung
Zaun gesichtet. Nach dem Schlusspfiff war die Zeit dann gekommen. Die
Uerdinger standen vor der Bande in richtung Heimblock und provozierten
was das Zeug hielt. Nun wieder Rennereien, für beide Gruppen ging
es nun fix zum Gästeeingang. Hier hieß es nun jeder gegen
jeden - Speldorf, Uerdingen, die Polizei - und wie man hörte
einige Essener auf Seiten der Mülheimer. Auch Bünde war
vertreten! Aber Nein, nur als "Stadionhüpfer" in Form von
Jörg und Schlomm, welche man hier traf und mit denen man zumindest
bis Essen zurückfuhr, ehe die Bahn mich wieder ins Emsland
brachte.
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