|
Am
Freitag abend musste ich mich doch so langsam mal entscheiden: Endlich
das Olympiastadion in Berlin (mit Hertha vs. Bayern) machen oder sich
den Kick bei Düsseldorf gegen Dresden geben. Da die Lust auf die
deutsche Kommerz-Elite-Liga wie immer nur schwindend gering war
(without Bundesliga since 17 months), machte Düsseldorf das
Rennen. Nachdem die Straßenbahn in die Arena-eigene Station
einfuhr wurde noch fix ein Ticket besorgt ehe es durch die Drehkreuze
in die Arena und ab in den Oberrang der "LTU-Tribüne" ging. Der
Begriff "Fußballstadion" wäre hier wirklich Fehl am Platz,
denn besonders von Außen erinnert rein gar nichts daran. Und von
Innen? 51.500 bunte Sitzschalen aus dem Jahr 2004! Arena halt!
Interessanter war da schon
was sich AUF den Tribünen abspielte. Die Aufstellungen, die Musik
und das restliche übliche Beschallungs-Gedöns hörte
schon
10 Minuten vor Anstoß auf. Stattdessen gab es für die Ohren
nun feinste Fangesänge beider Lager. Nicht hervorragend, aber doch
schon sehr gut! Überhaupt machten die Fortunen während des
Spiels recht gut Stimmung. Bei diversen Hüpfeinlagen zog ein
beachtlicher Teil mit, was dann durchaus ansehnlich war. Zum Intro
wurden einige große Schwenkfahnen präsentiert. Die
Gäste
konnten
einige male mit recht lauten Dynamo-Gesängen glänzen,
durchaus gut! Das Spiel war
recht einseitig. Aufstiegsaspirant Düsseldorf hatte eine Chance
und Ecke nach den anderen. Doch nur ein einziger Konter brachte Dresden
nach 23 Minuten die Führung ein. Insgesamt aber ein eher
durchwachsenes Spiel mit unzähligen Fehlpässen und
missglückten Aktionen. Die Düsseldorfer Fans ließen
sich die Stimmung nicht vermiesen. Kurz vorm Ende der regulären
Spielzeit ging im Heimblock eine Rauchbombe hoch und hüllte
letztlich die halbe Arena ein. Dann in der 94. Minute eine riesen
Chance
für Düsseldorf. Doch der Ball sprang von der Querlatte
zurück ins Spiel. Nachschuss - Unterkante Querlatte - Tooor!
Unglaublich, nun waren die Fans total am ausrasten. Sehr geiler
langer Torjubel im heimischen Fanblock! Sekunden nach dem Tor pfiff der
Schiri das Spiel ab. Fazit: Mehr davon! Wird sicherlich nicht mein
letztes Fortuna-Spiel gewesen sein. Für mich ging es nun wieder
zum Hauptbahnhof, wo das Ankommen der Sonder-Straßenbahn für
Gästefans noch begutäugelt wurde bevor es wieder gen Heimat
ging.
|