HFC Haarlem
1 - 0 Stormvogels Telstar
10. Dezember 2006
Sonntag, 14:30 Uhr
Jupiler League
(2. Liga Niederlande)

2.200 Zuschauer
(170 Gäste)

Haarlem-Stadion (3.442)
Sportweg 8
2024 Haarlem-Noord
Niederlande (Provinz Noord-Holland)



Nur eine Woche nach dem letzten Abstecher ins Nachbarland hieß es schon wieder "Ab ins Königreich". Diesmal ging es zum Derby zwischen dem HFC Haarlem (niederländischer Meister 1946) und den Stormvogels aus Velsen-Ijmuiden, welche seit 1978 ohne Unterbrechung in der 2. Liga spielen. Gerade mal 7 km trennen die Stadien der beiden Vereine. So konnte man eine richtige Derbyatmosphäre erwarten, zumal das Vorjahresderby in Ijmuiden recht gut gewesen sein soll. Mit dem Zug ging es alleine nach Salzbergen, wo am Treffpunkt auch bald Jörg und Ingmar sowie die beiden Paderborner Johannes und Tina (ja, es gibt weibliche Hopper) eintrafen. Von hier aus waren es noch gut 220 km bis ins hinter Amsterdam gelegene Haarlem. "Selbstverständlich" verfranzte man sich dann in Haarlem, denn das Stadion war null ausgeschildert. Aber warum auch, wenn sich jedes zweite Wochenende die gleichen 2.000 Leute ins Stadion verirren und auch die paar Gäste fast immer die gleichen Stadien besuchen müssen (die Stormvogels sind hier bereits 15 Saisons hintereinander zu Gast). Letztlich fand man ein altes marodes Stadion vor, welches teilweise mehr an Rumänien als an Holland erinnerte. Beide Geraden sind mit Sitzplatztribünen ausgestattet. Die unüberdachten Stehstufen an den Hintertorseiten sind für Zuschauer gesperrt, da an ihnen stark der Zahn der Zeit nagt. Gerade das macht aber den besonderen Reiz des Stadions aus. Eigentlich ein recht gutes Teil! Für die Winterpause 2008/09 ist allerdings der Umzug ins neue Oostpoort-Stadion geplant.

Heute empfing der 11. den 5. der zweiten holländischen Profiliga. In einem recht lauen Kick ging der Gastgeber nach 30 Minuten mit 1-0 in Führung, dabei blieb es dann auch. In der Halbzeit traf man dann noch überraschend auf Berny, welcher sich ebenfalls vom Emsland auf den Weg nach Noord-Holland machte. Nur 170 Ijmuidener (mit zwei Zaunfahnen) konnten heute im Gästeblock gezählt werden. Sehr erbärmlich wenn man bedenkt dass es gerade mal 7 km dorthin sind. Nur recht selten kamen von ihnen Gesänge. Die heimischen Supporter sangen über weite Teile des Spiels. Während des Spiels waren zwei Kanonenschläge von ihnen zu hören. Für Zweite Liga Holland ganz gut! Die beiden Gruppen waren durch einen kleinen Pufferblock getrennt. Kultige Aktion: Zum Anstoß entert eine knapp 25-köpfige Gruppe Haarlemer geschlossen den Heimblock, wird immer schneller und stürmt plötzlich auf den Zaun richtung Gästefans zu. Es blieb allerdings bei einem wenig Zaunrütteln und Provokationen. Gegenprovokationen gab es kaum, scheint wohl kaum Potential dafür da zu sein. Der Torpogo zum 1-0 war dann auch noch ganz nett. Auch hier gab es dann wieder Provokationen am Zaun in richtung Gästeblock. Es blieb aber während und wohl auch nach dem Spiel friedlich.

Nach dem Spiel sorgten dann noch 5 recht hungrige Deutsche für einen guten Umsatz in einer Snackbar. Köstlich das Gesicht der verwirrten Verkäuferin, dachte wohl in Deutschland gäbe es nichts zu essen. Es folgte eine Stunde lang stockender Verkehr auf der Autobahn. Ankunft am Pendlerparkplatz Salzbergen: 20:40 Uhr - Abfahrt des Zuges in Salzbergen: 20:40 Uhr! Nun konnte man die 3 km auch zu Fuß zurücklegen denn der nächste Zug fuhr erst in einer Stunde. Um 21:55 war man dann wieder am Bahnhof in Lingen und nach 5 Minuten Fußweg auch schon wieder Zuhause.


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