FC Dinamo Bucureşti
1 - 1
FC Steaua Bucureşti
9. April 2006
Sonntag, 20:30 Uhr OEZ

Divizia A
(1. Liga Rumänien)

14.000 Zuschauer
(2.000 Gäste)

Stadionul Dinamo (15.300)
Sos. Ştefan cel Mare
  020121 Bucureşti 2
Rumänien (Bucureşti)
Derby! Erst seit einigen Tagen war klar dass wir in den Genuss dieses Spitzenspiels (erster gegen zweiter) kommen sollten. Zunächst wurde der Spieltag vor- und dann wieder zurückgelegt. Und dann bekam Dinamo aufgrund von Ausschreitungen auch noch eine Zuschauersperre. Ein Protest des Vereins war erfolgreich, also waren heute zum Glück doch Zuschauer zugelassen. Micha besorgte mir zwei Tage zuvor noch ein Gegengeraden-Ticket für 15 Lei (4,30 EUR), so das dem Spaß nun also nichts mehr im Wege stand. Am Eingang vier Kontrollen und ab ins Stadion an der Sos. Ştefan cel Mare, einer All-Seater-Schüssel mit breiter Laufbahn aber ohne Tribünendächern. In einem kämpferischen Match ging Dinamo nach 38 Minuten in Führung. Steaua spielte inzwischen nur noch zu Zehnt und auch Dinamo verlor kurz vor der Halbzeit total unnötig einen Spieler durch eine Rote Karte. Der Ausgleich der Gäste fiel erst in der Nachspielzeit! 2.000 Karten für das heutige Spiel gingen an Steaua, dem großen Rivalen von Dinamo. Schon vor dem Spiel gab es Spruchbänder zwischen den beiden Fangruppen, wobei Steaua wohl gut spioniert hat, schließlich fand man gleich zwei mal eine sofortige Antwort. Die Steaua-Anhänger brachten es auf eine recht gute Lautstärke, kamen aber nicht an die Rapid-Fans von Donnerstag heran. Richtig gefallen konnten die heimischen Anhänger im Fanblock, welche akkustisch ebenfalls stark auftrumpften. Sehr beachtlich war die Choreographie. Die Dinamo-Kurve verwandelte sich innerhalb von maximal drei Sekunden komplett geschlossen in ein Bild mit der Nationalflagge und der Jahreszahl 1995, welches dadurch entstand dass sich alle Blitzschnell T-Shirts und Caps überstreiften. Sah sehr imposant, gar sensationell aus! Das Bild blieb die gesamte erste Halbzeit. Die Gäste hielten grüne Papptafeln hoch und zeigten eine Blockfahne. Gut erkennen konnte man sie leider nicht. Dazu gabs dann noch zwei Bengalen, die dann auf die Laufbahn flogen. Von beiden Seiten gabs zudem noch zahlreiche Schwenkfahnen, Doppelhalter und natürlich Zaunfahnen. Alles in Einem sehr ansprechend! Gegen 22:20 pfiff der Schiri ab und für Jörg und mich hieß es nun die Beine in die Hand zu nehmen, denn um 22:50 sollte unser Nachtzug abfahren. Fix zur Metro-Station, 10 Minuten Fahrt, rauf zum Bahnhof, Rucksack bei der 24-Stunden-Gepäckabgabe abgeholt und rein in den Zug. Jawohl, wir lagen noch gut in der Zeit! Während es für Jörg nach Frankfurt ging, wo am Dienstag seine Arminia im Pokal spielte, ging es für mich in knapp 40 Stunden nach Hause. Nach Umstiegen in Cluj-Napoca, Budapest, Wien, Hamburg, Bremen, Osnabrück und Rheine erreichte ich Dienstagnachmittag die Heimat. Na was soll ich denn hier?!? Ich wäre am liebsten noch länger geblieben! 13 Tage - 15 Spiele - 4 Länderpunkte - 6.900 Kilometer! Balkan, du siehst mich wieder!


6. April 2006

6. April 2006

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