4. April 2006
Dienstag, 16:00 Uhr OEZ
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Divizia
A
(1. Liga Rumänien)
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4.000 Zuschauer
(10 Gäste)
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Stadionul CFR din Gruia (8.500)
Str.
Romolus Vuia 23
400214
Cluj-Napoca
Rumänien (Cluj)
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Auf nach Transilvanien! Um 08:10 sollte
der Zug nach Bukarest starten, wo man umsteigen musste. Ein Typ im
Bahnhof
ließ sich einfach nicht abschütteln, sagte er wäre von
irgendeinem Fremdenverkehrsverein und wolle uns unbedingt helfen das
Gleis zu finden. Irgendwann wurde es dann doch mal angenommen und er
begleitete uns zum Zug. Da wollte er doch tatsächlich 5 Euro
haben, hat dann aber nur Insgesamt weniger als 2 Lewa bekommen und war
glücklich. Gibt bestimmt viele Touristen die ihm wirklich so viel
Geld in die Hand drücken. Und 5 Euro sind in dem Land nunmal eine
ganze menge. Haben
wir dann auch spätestens gemerkt als was mit der Reservierung
nicht stimmte. Leider habe ich mich selbst derart bequatschen lassen,
dass ich selbst 5 Euro zahlte, obwohl ich alle nötigen Tickets
vorweisen konnte. Im Abteil wurde
man während der 11-stündigen Zugfahrt köstlichst von
zwei Mazedoniern (so Mitte 20) unterhalten, welche auf dem Weg von
Skopje nach Bukarest zu einem Vorstellungsgespräch waren.
Langweilig wurde es eigentlich nie! "Ohhh, take a kraaapp". Sehr genial
die beiden, auch wenn wir sie doch unbedingt mit unseren Cousinen
verkuppeln sollten! Der Zug
hatte eine gefühlte Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h,
blieb in den Bahnhöfen Ruse und Videle wiederum ne gefühlte
Ewigkeit stehen. Schaut man hier aus dem Fenster, sieht man eines immer
auf jeden Fall: Straßenköter! Sie lungern an den Bahnsteigen
und Gleisen rum und hoffen wohl dass sich die Leute erbarmen und etwas
essbares aus den Fenstern zu ihnen werfen. Wer Hunde nicht mag, hat in
Ländern wie Bulgarien oder Rumänien eh nicht viel Spaß,
streunern sie doch überall rum. Dafür sind sie allerdings
alle recht harmlos. Naja was sollen sie einem auch schon tun wenn sie
nur noch auf 2 oder 3 Beinen laufen können. In Bukarest angekommen
wurde erstmal ein wenig die Zeit überbrückt ehe man sich mit
dem Nachtzug nach Cluj-Napoca aufmachte (5 € für Reservierung
eines Liegewagen-Platzes).
Pünktlich
trafen wir in Klausenburg ein, wie ein
Deutschsprachiger Rumäne bei uns im Abteil die Stadt nannte. Auf
Nachfrage wo es denn im Bahnhof Schließfächer gäbe,
bekam man die Antwort dass es zur Zeit keine gibt. Da kam schon mal
Vorfreude beim Gedanken auf, den ganzen Tag mit dem bescheuerten
Rucksack durch die Gegend zu laufen. Und wo gibts nen
Internetcafé? Och da gabs mal einen am Bahnhof, hat nun aber
auch Dicht gemacht. Na ja wir fanden dann doch noch einen, sogar einen
der Rund um die Uhr geöffnet hat, rund 1.500 Meter vom Bahnhof
entfernt. Kleine Seitenstraße 200 Meter rechts vorm McDonalds!
Wer in Cluj (gesprochen Klusch) ist sollte auch unbedingt mal zum
"Gogoasa Infarátá", links vom McDoof gehen und dort die
Riesenberliner mit Füllung wie zum Beispiel Schokolade probieren
(ca. 0,30 €). Mit dem Bus machten wir uns irgendwann mal
so langsam richtung Stadion auf und da bei Ankunft immer noch genug
Zeit blieb, ließen wir uns noch in der Kneipe direkt vorm Stadion
nieder und tranken das eine oder andere Bier für knapp 0,50 €.
Dabei kamen wir noch mit dem Capo der Comando Gruia ins Gespräch.
Auch ganz lustig war ein knapp 80-jähriger bei uns am Tisch im
Biergarten. 30 Minuten langsaß er da, schaute uns an und wartete
auf die Gelegenheit mal was sagen zu können.
"Müüünschää", "Stuuudgaard" und "Aeeeroporte"
waren die Wörter die man verstand, versuchte uns glaub ich zu
erklären dass er mal 6 Jahre in Deutschland in Flughäfen
gearbeitet hatte, dann aber abgeschoben wurde. Letztlich hörte er
garnicht mehr damit auf uns auf Rumänisch und wenns nach seiner
Fantasie geht, auf Deutsch einzureden.
Irgendwann war die
Zeit dann abgesessen und für 10 Lei (ca. 3
Euro) ging es vorbei an der alten Lok
am Eingang ins
Zweitgrößte Stadion der Stadt. Der Ground ist nur an zwei
Seiten ausgebaut, der Rest ist auf BeNeLux-Art mit Werbebanden
zugekleistert. Die Plätze sind fast alles unüberdachte
Sitzplätze. Ein paar Stehplätze gibt es in der hinteren Ecke,
diese werden heute aber nicht genutzt. Flutlicht Fehlanzeige! Der
heimische Verein hat seine Existenz wohl dem ungarischen Unternehmen
Ecomax zu verdanken. CFR (Scheffärä
ausgesprochen)
hat zwei Fanblöcke zu bieten, zum einen die
Jungs der Comando Gruia, zum anderen die Fahnenschwenkenden Fans der
GaleriA. Wobei die zweitgenannte Gruppierung noch etwas besser
supportete und während des Spiels fast immer etwas von mindestens
einer der beiden Gruppen etwas zu hören war. Im Gästeblock
fanden sich 10 schweigende Besucher ein. Lag vielleicht daran dass sie
beim Anblick des Spiels die ganze Zeit nur gähnen mussten. Tore
scheinen in diesen Breitengraden wohl nicht allzu zahlreich zu sein.
Man muss Cluj aber lassen, dass sie mit dem Spielertrainer Dorinel
Munteanu (38) den wohl besten rumänischen Fußballer aller
Zeiten unter ihren Fittichen haben!
Der Rückweg
zum Bahnhof wurde diesmal zu Fuß
zurückgelegt, 2 km sind es so in etwa. Auf dem Weg dorthin noch ne
leckere Pizza verschlungen werden. 45 Minuten vor Abfahrt des Zuges
durfte
dann auch eine Reservierung für den Nachtzug nach Bukarest klar
gemacht werden.
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